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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Schiff und Werkstatt für Seedrohnen in Ukraine an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift Schiff und Werkstatt für Seedrohnen in Ukraine anQuelle: Sputnik © STANISLAW KRASSILNIKOW
  • 24.10.2026 13:32 Uhr

    13:32 Uhr

    Russische Behörden melden Schäden an Industrieobjekten im Gebiet Samara

    Die Behörden des russischen Gebiets Samara haben eine Attacke aus der Ukraine bestätigt. Der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Fedorischtschew, meldet auf der Plattform MAX weder Todesopfer noch Verletzte. Den Angriff bezeichnet er als "massiv", ohne auf Details einzugehen.

    Offenbar galt der ukrainische Drohnenangriff der Wolga-Stadt Toljatti. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigen eine große Rauchwolke über einem Chemiewerk, das synthetischen Kautschuk für Reifen und andere Erzeugnisse herstellt, die auch in der Rüstungsindustrie Verwendung finden.

    Der Bürgermeister von Toljatti, Ilja Chuchich, meldet ebenfalls keine Opfer infolge der Attacke, berichtet aber über Schäden an Industrieobjekten. Weitere Details gibt er nicht bekannt.

    In der Nacht musste der örtliche Flughafen aus Sicherheitsgründen für mehrere Stunden den Betrieb einstellen. Mindestens zwölf Flüge wurden gestrichen, mehrere weitere Flüge wurden aufgeschoben.

  • 13:07 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord günstigere Stellungen bezogen, wobei er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Karassewka, Wessjoloje, Chatneje, Stary Saltow, Weliki Burluk, Schewtschenko und Martowoje im Gebiet Charkow sowie Luschi, Sennoje, Wakalowschtschina, Iwolschanskoje und Tokari im Gebiet Sumy getroffen habe. Der Gegner habe dabei mehr als 200 Armeeangehörige verloren. Zudem seien ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sechs Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Majaki, Donezkoje, Iltschowka und Bogoroditschnoje in der DVR und Netschwolodowka im Gebiet Charkow getroffen. Dabei seien mehr als 215 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und 17 Autos zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Druschkowka, Wassilewskaja Pustosch, Nikolajewka und Kondratowka in der DVR getroffen habe. Die Militärbehörde in Moskau beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 180 Kämpfer. Der Gegner habe sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 34 Autos, ein Geschütz und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Staroraiskoje, Starowarwarowka, Beloserskoje, Schilowka, Sergejewka, Roganskoje, Nowojawlenka, Swjatogorowka, Blagodat und Nowodonezkoje in der DVR getroffen. Der Gegner habe mehr als 350 Armeeangehörige verloren. Acht gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, elf Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Browki im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Wessjoly Gai, Blakitnoje, Wolnjanka, Barwinowka und Woskressenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Das russische Ministerium schätzt die Personalverluste der ukrainischen Streitkräfte auf mehr als 205 Kämpfer. Elf Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Auch der Truppenverband Dnjepr habe seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kirowo, Orechow und Kuschugum im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 40 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus 15 Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsinfrastrukturen, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, Drohnenbasen und 147 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden eine SCALP-Rakete, vier Neptun-Marschflugkörper und 1.297 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 270.125 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.380 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.792 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.802 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:40 Uhr

    "Seid gewappnet!" – Britischer Verteidigungsminister zeichnet russisches Bedrohungsszenario

    Gleich zweimal ist der britische Verteidigungsminister Wes Streeting am Donnerstagabend im BBC-Fernsehen aufgetreten. In der Sendung BBC Newsnight appellierte er an die Bevölkerung, sich mit Wasser, Konserven, Bargeld und anderen Vorräten auf mögliche Krisen vorzubereiten. Dabei warnte er auch vor gezielten Störungen des Alltags:

    "Es gibt auch staatlich unterstützte Akteure und Terroristen, die unserem Land Schaden zufügen wollen."

    Wenige Minuten später sprach der Minister in der Sendung BBC Question Time ausführlicher über die aus seiner Sicht von Russland ausgehende Bedrohung. Diese beschränke sich längst nicht auf die östlichen Grenzen Europas, sondern reiche bis nach Großbritannien selbst:

    "Und diese Bedrohungen stehen nicht nur vor unserer Tür. Sie sind bereits hier."

    Streeting warnte vor möglichen Sabotageakten, gezielten Attentaten, Drohnenangriffen und der Auskundschaftung der Verläufe britischer Unterseekabel. Solche Aktivitäten bezeichnete er als "staatlich geförderten Terrorismus".

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 12:05 Uhr

    Ein Toter und sieben Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 73 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 73 Ortschaften in elf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe dabei mindestens 758 Geschosse abgefeuert und 359 Drohnen eingesetzt, von denen 223 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Neschegol sei ein Mann ums Leben gekommen. Bei der Detonation einer Drohne in der Gebietshauptstadt Belgorod habe ein Mann Verletzungen erlitten. Ein weiterer Mann sei bei der Detonation einer FPV-Drohne in der Siedlung Iljok-Koschary zu Schaden gekommen. In der Siedlung Wosnessejowka seien eine Frau und ein elf Jahre alter Junge verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ihr Auto attackiert habe. Bei einer ähnlichen Drohnenattacke habe ein Einwohner der Stadt Schebekino Verletzungen erlitten. Zudem seien dort auch eine Frau und ein Mann zu Schaden gekommen. Darüber hinaus hätten eine Frau und ein Mann um ärztliche Hilfe ersucht, nachdem sie noch am 22. Oktober nahe der Siedlung Archangelskoje bei der Attacke einer Drohne auf ihr Auto Barotraumata erlitten hätten.

    Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden in der Region sechs Mehrfamilienhäuser, 20 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, drei Geschäfte, zwei Betriebe, fünf Infrastrukturobjekte, ein Verwaltungsgebäude, drei Garagen, eine Gasleitung, 35 Autos, ein Fahrrad mit Motor und ein Autoanhänger zerstört oder beschädigt worden.

  • 11:39 Uhr

    Ein Verletzter und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 23. Oktober bis 8 Uhr MESZ am 24. Oktober 92 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit elfmal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem sechs Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über einen Verletzten. Bei ihm handele es sich um einen Einwohner des Dorfes Maly Kamenez. Der 22-Jährige habe mehrere Splitterverletzungen an der Brust, am Bauch sowie an den Armen und Beinen erlitten.

    In den Ortschaften Kursk, Rylsk und Schtschokino sei es zu Schäden gekommen, berichtet der Politiker. Insgesamt seien dort eine Wohnung, zwei Einfamilienhäuser und ein Betrieb beschädigt worden. Im Dorf Stepanowka sei eine Schweinefarm zu Schaden gekommen, sieben Tiere seien verletzt worden.

  • 11:02 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 20 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 23. Oktober elf Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Aljoschki — 4,
    • Welikije Kopani — 3,
    • Golaja Pristan — 2,
    • Kachowka — 2.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Winogradowo, Kachowka und Nischnije Serogosy seien insgesamt zehn Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 10:35 Uhr

    Russland greift Schiff und Werkstatt für Seedrohnen in Ukraine an

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Angriffe auf Ziele in der Ukraine, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte benutzt werden sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schreibt, seien bei den Attacken Langstreckendrohnen zum Einsatz gekommen. Infolge der Angriffe sei eine Produktionsstätte für Wasserdrohnen im Hafen Tschernomorsk im südukrainischen Gebiet Odessa getroffen worden. Außerdem sei ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen worden, das mit Militärgütern an Bord in den Hafen Odessa unterwegs gewesen sei. Weitere Einzelheiten gibt das Ministerium nicht bekannt.

  • 10:07 Uhr

    "Keine objektiven Fakten" – Russischer Medienunternehmer bringt Piers Morgan in Bedrängnis

    In der britischen Talkshow Piers Morgan Uncensored ist es zu einem heftigen Wortgefecht zwischen dem Gastgeber Piers Morgan und dem russischen Medienunternehmer Konstantin Malofejew gekommen. Morgan verurteilte das russische Vorgehen in der Ukraine als illegalen Angriffskrieg. Malofejew hielt dem entgegen, es handele sich um einen völkerrechtlich legalen Beistand zum Schutz der verbündeten Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Im weiteren Verlauf spitzte sich die Auseinandersetzung zu. Morgan reagierte zunehmend ungehalten auf Malofejews Darstellung und bezeichnete dessen Aussagen schließlich als "Bullshit".

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 09:33 Uhr

    Ukrainische Drohnen beschädigen 21 Busse in Rostow am Don

    In der Nacht zum Samstag haben die ukrainischen Streitkräfte erneut das russische Gebiet Rostow mit Dutzenden Drohnen angegriffen. Gouverneur Juri Sljussar teilt auf der Plattform Telegram mit, dass die Luftabwehr über neuen Bezirken der südrussischen Region mehr als 80 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen habe. Der Politiker meldet keine Opfer, berichtet aber über zahlreiche Schäden.

    Nach Angaben von Sljussar seien Drohnenteile auf ein Verkehrsunternehmen in der Gebietshauptstadt Rostow am Don herabgestürzt. Dabei seien das Dach und die Fenster eines Wartungsgebäudes zu Schaden gekommen. Darüber hinaus seien 21 Busse beschädigt worden.   

    Außerdem meldet der Gouverneur einen Stromausfall, nachdem Wrackteile ein Umspannwerk in der Siedlung Kalinin beschädigt hätten. In 172 Einfamilienhäusern gebe es seitdem keinen Strom. Ein Reparaturteam beseitige bereits die Folgen der Attacke, heißt es.

  • 09:01 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 616 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 7 Uhr MESZ am Samstag 616 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kaluga, Kirow, Kursk, Lipezk, Orjol, Pensa, Rostow, Rjasan, Samara, Saratow, Smolensk, Tambow, Tula und Uljanowsk, dem Großraum Moskau, den Teilrepubliken Krim und Tatarstan, der Region Krasnodar sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.