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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Panzer rücken im Raum Saporoschje vor

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Panzer rücken im Raum Saporoschje vorQuelle: Sputnik © JEWGENI BIJATOW
  • 5.11.2026 17:28 Uhr

    17:28 Uhr

    Meloni fordert gemeinsame EU-Entscheidung zu Vertretung bei Ukraine-Gesprächen

    Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fordert eine verbindliche Entscheidung darüber, wer Europa bei Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs vertritt. In einem Schreiben an EU-Ratspräsident António Costa, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, schreibt die Politikerin:

    "Was ich weiterhin fordere, ist, dass ein für alle Mal entschieden wird, wer am Verhandlungstisch im Namen der EU sitzt und mit welchem Mandat."

    Die italienische Regierungschefin erklärt, ein "uneinheitliches Vorgehen mit Initiativen, die einander jagen und überschneiden", werde Europa "weder bei unseren Partnern helfen noch bei jenen, die wir davon überzeugen müssen, eine sinnlose Aggression zu beenden". Beim nächsten informellen Europäischen Rat in Dublin kommende Woche solle diese Frage unter den Partnern erörtert werden, fordert Meloni in dem Brief. Sollte keine Einigung auf eine gemeinsame Stimme gelingen, drohe Europa im Verhandlungsprozess die Bedeutungslosigkeit.

  • 16:48 Uhr

    Gebiete Brjansk und Kursk: Frau und Mann bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt

    Bei ukrainischen Drohnenangriffen in den Gebieten Brjansk und Kursk sind eine Frau und ein Mann verletzt worden. Dies teilten die Gouverneure der beiden Regionen mit.

    Im Dorf Kister im Bezirk Pogarski im Gebiet Brjansk griffen ukrainische Streitkräfte ein fahrendes ziviles Auto an. Die 58-jährige Fahrerin wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort erhielt sie die notwendige medizinische Versorgung, wie Gouverneur Jegor Kowaltschuk berichtete.

    Im Dorf Uspenskoje im Bezirk Rylsk im Gebiet Kursk wurde ein 46-jähriger Mann bei einem Drohnenangriff verletzt. Er erlitt ein Knalltrauma, ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma, eine Gehirnerschütterung sowie Splitterverletzungen am Rücken, am rechten Arm und am rechten Bein. Er wird in das Gebietskrankenhaus Kursk gebracht. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein mit.

  • 16:26 Uhr

    "Tagelange Stromausfälle" – Leiter von Verbraucherverband warnt Ukrainer vor überaus hartem Winter

    Die Ukrainer sollten sich auf einen sehr harten Winter einstellen, erklärte Oleg Popenko, Vorsitzender eines ukrainischen Verbraucherverbands für Versorgungsdienstleistungen. Dem Experten zufolge könnten Verbraucher in einigen Landesteilen mehrere Tage lang ohne Strom bleiben.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 15:49 Uhr

    Ermittlungskomitee leitet Terrorermittlungen nach Angriff auf Bus in der LVR ein

    Das russische Ermittlungskomitee hat nach dem Drohnenangriff auf einen Linienbus in der Volksrepublik Lugansk (LVR) ein Strafverfahren wegen eines Terrorakts eingeleitet. Dies teilte die Sprecherin der Behörde, Swetlana Petrenko, mit.

    Am 5. November griffen ukrainische Streitkräfte auf einer Straße im Stadtbezirk Slawjanoserbsk einen Linienbus auf der Strecke Petrowka–Lugansk mit einer Drohne an. Nach vorläufigen Angaben kamen fünf Zivilisten ums Leben, 13 weitere Menschen wurden verletzt.

    Die Ermittler wollen Beweise sichern und die beteiligten ukrainischen Einheiten sowie die verantwortlichen Personen identifizieren. Ihr Handeln werde strafrechtlich bewertet, erklärte Petrenko.

  • 15:30 Uhr

    Bundesregierung will Winterhilfe für Ukraine erhöhen

    Die Bundesregierung will der Ukraine mit weiteren 100 Millionen Euro zur Stützung der kritischen Infrastruktur zur Seite stehen. Dies geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Darin begründet das Ministerium die überplanmäßige Ausgabe mit der verschärften humanitären Notlage.

    Seit Juli 2026 hätten sich russische Angriffe auf die Energie-, Wasser- und Transportinfrastruktur "in zuvor ungekanntem Maße" intensiviert. Die Versorgung der Bevölkerung könne nicht mehr zuverlässig gewährleistet werden. Im fünften Kriegsjahr habe die Ukraine bis zu 80 Prozent ihrer Stromerzeugungskapazitäten verloren, heißt es.

    Mit den Mitteln sollen demnach unter anderem dezentrale Energieanlagen wie Generatoren und Batteriespeicher beschafft, beschädigte Anlagen der Versorger in Kiew repariert und bis zu 2.000 Schulen und Kindergärten winterfest gemacht werden. Außerdem ist die Beschaffung von Spezialgeräten für den ukrainischen Katastrophenschutz und die Unterstützung für Landwirtschaftsbetriebe vorgesehen.

    Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz beim Besuch von Wladimir Selenskij in Berlin angekündigt, die Winterhilfe zu erhöhen und weitere EU-Regierungen dazu aufgerufen.

  • 15:15 Uhr

    Sahra Wagenknecht fordert Ende der Ukraine-Hilfen zulasten der deutschen Bürger

    Die Gründerin der Partei BSW, Sahra Wagenknecht, reagiert auf die Aussage des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, die Deutschen müssten im kommenden Jahr angesichts der bevorstehenden Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen "den Gürtel enger schnallen".

    In einem auf der Plattform X veröffentlichten Post schreibt Wagenknecht:

    "Die Bürger müssen den 'Gürtel enger schnallen', während die Merz-Regierung einen Geldkoffer nach dem nächsten zu Selenskij nach Kiew schickt. Diese abgehobene Politik gegen das eigene Volk muss endlich enden!"

  • 15:00 Uhr

    Ehemalige Sprecherin von Selenskij: Er hat Angst vor mir

    Die ukrainische Journalistin und ehemalige Pressesprecherin von Wladimir Selenskij, Julia Mendel, hat am Mittwoch ein Video veröffentlicht, in dem sie sich an ihre Landsleute in der Ukraine wendet. Darin versichert sie, dass sie ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen werde, mit der sie die derzeitige Korruption und den Unwillen der ukrainischen Führung, einen Frieden zu erreichen, offenlegt.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 14:44 Uhr

    EU stellt Ukraine weitere 4,36 Milliarden Euro zur Verfügung

    Die Europäische Union stellt der Ukraine weitere 4,36 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Mittel sind für den Betrieb staatlicher Einrichtungen und die Deckung dringender Verteidigungsbedürfnisse vorgesehen. Dies teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit.

    Zuvor hatte die EU bereits ein Kreditprogramm in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 für die Ukraine beschlossen. Davon sind 60 Milliarden Euro für Verteidigungsausgaben und 30 Milliarden Euro zur Unterstützung des ukrainischen Staatshaushalts eingeplant.

    Nach Angaben der EU-Kommission vom 30. Oktober haben die EU und ihre Mitgliedstaaten der Ukraine seit Februar 2022 insgesamt 231,6 Milliarden Euro an Hilfen bereitgestellt. Darin enthalten sind auch 3,8 Milliarden Euro an Erträgen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten.

  • 14:15 Uhr

    Gebiet Belgorod: Angriffe der Ukraine auf vier Gemeinden – vorläufig keine Verletzten

    Die ukrainischen Streitkräfte haben vier Gemeinden im Gebiet Belgorod angegriffen. Nach vorläufigen Angaben wurde niemand verletzt. Dies teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit.

    In Schebekino beschädigten mehrere FPV-Drohnen Gebäude, darunter zwei Wohnhäuser und ein Verwaltungsgebäude, sowie einen Lkw, einen Pkw und eine Stromleitung. In mehreren Ortschaften fiel vorübergehend der Strom aus. Zudem wurden ein weiteres Privathaus und ein Produktionsgebäude auf dem Gelände eines Unternehmens beschädigt. Im Dorf Rschewka wurde dabei das Dach eines Betriebsgebäudes durchschlagen.

    In Krasnaja Jaruga wurden die Fenster eines sozialen Gebäudes und ein Nebengebäude eines Privathauses beschädigt. Im Dorf Kasinka im Bezirk Waluiki wurden ein Unternehmensgebäude und ein Auto getroffen. Nahe dem Ort Sumowski im Bezirk Rakitjanski wurden bei einem FPV-Drohnenangriff die Karosserie und die Scheiben eines Autos beschädigt. Die Angaben zu den Folgen der Angriffe werden noch überprüft.

  • 13:51 Uhr

    Peskow: Russlands Interessen in der Situation mit der Ukraine werden in jedem Fall gewahrt

    Russland ist ein absolut souveräner Staat, erklärte der Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber Journalisten am Donnerstag. "Selbstverständlich kann die Wahrung der Interessen der Russischen Föderation in der Ukraine-Frage nicht von der Lage in den USA abhängig gemacht werden", fügte er hinzu.

    Peskow reagierte damit auf die Frage, ob die Ergebnissen der Zwischenwahlen zum US-Kongress, bei denen die Demokraten Mehrheit in beiden Kammern gewonnen haben, Washingtons Außerpolitik beeinflussen könne. 

    Hierbei führte der russische Präsidentensprecher aus:

    "Die Interessen Russlands werden gewahrt werden – entweder auf militärischem Wege, durch die Fortsetzung der militärischen Spezialoperation, oder auf friedlichem Wege, sofern sich in Kiew jemand findet, der den politischen Willen aufbringt und die politische Verantwortung übernimmt."

    Für Russland sei es vorzuziehen, seine Interessen friedlich zu verteidigen, so Peskow weiter. Doch bislang sei dies nicht möglich gewesen, weshalb die Spezialoperation durchgeführt werde.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.