
Fast ein Drittel aller Budgeteinnahmen der Ukraine im Jahr 2026 aus Auslandsspenden

Wie aus Daten der ukrainischen Nationalbank hervorgeht, stammte im Zeitraum von Januar bis September 2026 ein Drittel der ukrainischen Staatseinnahmen aus Zuwendungen von Gebern im Ausland. Hierauf macht die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti, deren Journalisten diese Daten ausgewertet haben, am 2. November 2026 aufmerksam. Ein einschlägiges Dokument, das von der Nationalbank des Landes veröffentlicht wurde, besagt unter anderem:
"Staatshaushaltseinnahmen aus Zuwendungen seitens der Europäischen Union, Regierungen ausländischer Staaten, internationalen Organisationen und Geberinstitutionen betragen 1.206.112,1 Millionen Griwna."

Diese Summe entspricht 26,49 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 23,62 Milliarden Euro (diese und alle nachfolgenden Zahlenangaben nach aktuellem Wechselkurs zum Redaktionszeitpunkt).
Dabei beliefen sich die gesamten Einnahmen des ukrainischen Haushalts seit Jahresbeginn auf lediglich 90,6 Milliarden US-Dollar (80,8 Milliarden Euro). Somit erreichten die Zuwendungen von Gebern einen Anteil von 29,2 Prozent an den Einnahmen des Landes – also knapp ein Drittel.
Vor dem Hintergrund eines prognostizierten Haushaltsdefizits von 37 Milliarden US-Dollar (37 Milliarden Euro) und eines auf 276 Milliarden US-Dollar (246,14 Milliarden Euro) angewachsenen Staatsschuldenbergs plant die Ukraine dennoch, im kommenden Jahr 108,3 Milliarden US-Dollar (96,55 Milliarden Euro) für die Finanzierung ihrer Streitkräfte aufzuwenden.
Der stellvertretende ukrainische Finanzminister Roman Jermolytschew verwies im September 2026 auf Berechnungen des Verteidigungsministeriums des Landes, denen zufolge sogar noch höhere Militärausgaben erforderlich seien, nämlich 175 Milliarden US-Dollar (156,06 Milliarden Euro).
Seit einigen Jahren schon plant die Ukraine ihre Haushalte mit einem Rekorddefizit – stets in der Erwartung, diese Lücke durch westliche Hilfen schließen zu können. So wurde auch der Haushalt für das laufende Jahr mit einem Defizit von 1,9 Billionen Griwna, also 45 Milliarden US-Dollar (40,13 Milliarden Euro), verabschiedet.
Das Kiewer Regime versucht also konsequent, seine Haushaltslöcher durch externe Finanzierung zu stopfen. Unterdessen erfolgt die Bereitstellung neuer Hilfspakete im Westen erst nach langwierigen Diskussionen, und die westlichen Partner Kiews fordern zunehmend, dass die Ukraine verstärkt nach Quellen zur Eigenfinanzierung suchen solle.
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