Nordamerika

2,1 Milliarden Dollar – Washington genehmigt EU-finanzierte Lieferung von Patriot-Raketen an Kiew

Die Trump-Administration genehmigt den Verkauf Hunderter Patriot-Abfangraketen an die Ukraine. 500 Raketen des Typs PAC-3 sollen geliefert werden. Der Warenwert von 2,1 Milliarden Dollar wird laut Washington wesentlich durch Beiträge von Deutschland und Norwegen finanziert.
2,1 Milliarden Dollar – Washington genehmigt EU-finanzierte Lieferung von Patriot-Raketen an Kiew© Urheberrechtlich geschützt

Die Trump-Regierung teilte am Freitag laut US-Medienberichten bestätigend mit, dass sie einen geplanten Verkauf von Patriot-Luftabwehrraketen an die Ukraine genehmigt habe. Laut ARD-Tagesschau sei Kiew "vor allem auf US-Waffenlieferungen angewiesen". Die US-Regierung hat damit grünes Licht für die Lieferung von 500 Raketen des Flugabwehrsystems erteilt. Die Raketen hätten einen geschätzten Wert von 2,1 Milliarden Dollar, erklärte das Außenministerium in Washington. Ihr Kauf werde dabei komplett von Verbündeten der Ukraine finanziert.

Das US-Außenministerium teilte am Freitag laut Reuters-Agenturmeldung mit, dass der Verkauf von "500 Patriot-PAC-3-Raketen" des Herstellers Lockheed Martin an die Ukraine genehmigt wurde. 

Die Mitteilung erfolge im Rahmen der Wahrnehmung Washingtons, dass die finale Zusage demnach einen "der bedeutendsten Schritte zur Lieferung von Verteidigungswaffen an Kiew" seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump darstellen würde.

Zuvor hätten verzögerte Raketenlieferungen "die Spannungen zwischen der Ukraine und den USA weiter verschärft", so US-Medien, nachdem Präsident Trump ein Dieselabkommen mit Russland angekündigt und den Anführer des Kiewer Regimes dafür scharf kritisiert hatte, dass die Ukraine nicht bereit sei, die andauernden Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen (RT DE berichtete).

Laut Medienberichten in Deutschland erfolge die Finanzierung den US-Angaben zufolge "durch Beiträge von Kanada, Deutschland und Norwegen" ‒ zudem vermeintlich auch "durch ukrainische Eigenmittel, die über einen Kredit der EU finanziert wurden", wie ein Tagesschau-Artikel zusammenfasst. Es würden laut Vorgaben der Trump-Administration bei dem Abkommen definitiv "keine US-Gelder eingesetzt".

Die offizielle Pressemitteilung aus Washington erklärt dazu laut dem Sender ABC News:

"Dieser geplante Verkauf wird die außenpolitischen und nationalen Sicherheitsziele der Vereinigten Staaten unterstützen, indem er die Sicherheit eines Partnerlandes verbessert, das eine treibende Kraft für politische und wirtschaftliche Stabilität in Europa darstellt."

Selenskij hatte dabei mehrfach in diesem Monat erklärt, dass der ukrainischen Armee, so der ABC News-Artikel, "die lebenswichtige Munition, die sie zur Abwehr der Angriffe Moskaus benötigt, fast ausgegangen sei".

Das Kiewer Regime betone laut Reuters-Beitrag "seit Langem, dass es dringend mehr Raketenabwehrsysteme benötigt". Das Patriot-Raketensystem stelle dabei "die wirksamste Waffe zur Abwehr schnell fliegender ballistischer Raketen" dar.

Wann die Waffenlieferung in der Ukraine ankommen könnte, ging aus der Mitteilung in Washington nicht hervor. Der Verkauf muss zudem noch vom US-Kongress gebilligt werden. Laut geäußerten Befürchtungen Kiews könnte die Lieferung dabei mehrere Jahre dauern.

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