
Putin: Europa kann Migrationskrise nicht bewältigen
Europa kann die Migrationskrise nicht bewältigen, da es unfähig ist, die Migranten zu assimilieren. Diese Meinung hat der russische Präsident Wladimir Putin in einem Interview für den Journalisten Pawel Sarubin zum Ausdruck gebracht. Dem Staatschef zufolge sei die Zahl der aus anderen Ländern stammenden Menschen inzwischen so groß geworden, dass die europäischen Staaten sie nicht mehr integrieren könnten.

Es sei zudem notwendig, die Migranten auszubilden und sie mit den hiesigen Bräuchen und Traditionen vertraut zu machen. Dies setze Europa nach Ansicht von Putin nicht in die Praxis um. Im Einzelnen sollen Kinder von Migranten, die in europäischen Ländern aufgewachsen sind, eine Ungerechtigkeit gegenüber Landsleuten und Glaubensgenossen wahrnehmen, was sich auf ihre Haltung gegenüber den Behörden auswirke. Überdies scheitere Europa nicht nur daran, seine Werte Migranten zu vermitteln, sondern es zerstöre auch die Traditionen in ihren eigenen Ländern. Putin betonte:
"Bei den Migranten und ihren Kindern kommt davon absolut nichts an. Viele leben dort jahrzehntelang, ohne die Sprache des Aufnahmelandes zu beherrschen."
Bezüglich der Massenproteste und Unruhen meinte Putin, dass die Vorwürfe eines russischen Einflusses "eindeutig zu weit gehen". Den aktuellen Ereignissen lägen innereuropäische Probleme zugrunde, und zwar wirtschaftliche Herausforderungen, große Staatsschulden und Rückgang der Industrieproduktion. Keine Einmischung von außen sei daran schuld.
In diesem Zusammenhang machte Putin darauf aufmerksam, dass Russland niemals den Verkauf von Energieressourcen nach Europa verweigert habe. Es sei Europa, das die günstigen Lieferungen abgelehnt habe. Darüber hinaus versuche es, auf die restlichen Lieferungen zu verzichten. Dem Präsidenten zufolge mache das russische Flüssigerdgas (LNG) immer noch etwa 20 Prozent des europäischen Marktes aus.
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