
Moskau empfängt Russland-Afrika-Gipfel, Forum Gas exportierender Länder – Putins Zeitplan "verrückt"

Der 3. Russland-Afrika-Gipfel startet am Mittwoch in Moskau. Wie Juri Uschakow, Berater des russischen Präsidenten, gegenüber Journalisten betonte, stehe eine "hektische, überaus ereignisreiche Woche" bevor.

Außer dem Russland-Afrika-Gipfel empfängt Moskau am Dienstag auch das 8. Treffen des Forums Gas exportierender Länder (GECF), und zwar zum 25. Jahrestag der Gründung des Bündnisses. Auf die Forum-Länder entfallen Uschakow zufolge 70 Prozent aller weltweit nachgewiesenen Erdgasreserven, 38 Prozent der Fördermengen, 42 Prozent der Pipeline-Gas-Exporte und 47 Prozent der Lieferungen von Flüssigerdgas.
Als Gäste werden Turkmenistan und Südafrika beteiligt sein, betonte Uschakow. Sechs Länder, nämlich Iran, Äquatorialguinea, Katar, Libyen und Venezuela, werden auf höchster Ebene entweder vor Ort oder per Videokonferenz vertreten. Algerien entsendet den Ministerpräsidenten, andere Länder jeweils zuständige Minister, während Mosambik als Beobachter präsent ist.
Morgen wird der russische Präsident Wladimir Putin die Teilnehmer des GECF-Treffens mit einer Rede begrüßen. Das Staatsoberhaupt erörtert dabei die Bedeutung von Erdgas als Energiequelle für das Wirtschaftswachstum sowie die vorrangigen Handlungsfelder zur Bewältigung der bestehenden Herausforderungen. Des Weiteren wird Putin bilaterale Treffen mit den Staatschefs von Iran, Katar, Mosambik und Äquatorialguinea führen.
Den 3. Russland-Afrika-Gipfel bezeichnete Uschakow als eine noch größere Veranstaltung. Insgesamt 48 der 54 afrikanischen Ländern haben ihre Teilnahme bestätigt, 22 davon sind durch die Staatschefs vertreten. Das Motto des Gipfels lautet: "Für Frieden, Sicherheit und Entwicklung". Es entspricht dem Leitspruch der vorherigen Konferenzen.
Gemeinsam mit Wladimir Putin wird Évariste Ndayishimiye, der Präsident der Republik Burundi und der amtierende Vorsitzende der Afrikanischen Union, den Vorsitz bei dem Gipfel führen. Bis einschließlich Freitag trifft sich Putin mit knapp 17 Staats- und Regierungschefs sowie anderen Vertretern des afrikanischen Kontinents. Der Zeitplan des russischen Präsidenten werde "verrückt" sein, so Uschakow.
Der Gipfel zeuge von der besonderen Bedeutung, die Russland der Zusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten beimesse, hob der Präsidentenberater hervor. Afrika verzeichne eine dynamische Entwicklung, nicht umsonst werde Afrika als Kontinent der Zukunft bezeichnet. Uschakow bestätigte unter anderem die Pläne, eine russische Botschaft in Liberia zu eröffnen. Dies wäre bereits die 49 Vertretung Russlands auf dem Kontinent.
In einer Rede vor dem Gipfel wird Putin seine Einschätzung zur Entstehung einer neuen multipolaren Weltordnung teilen. Russland setzt sich schon seit langem für den Aufbau einer gerechten Weltordnung ohne Diktat und Doppelstandards ein.
Am Mittwoch findet im Rahmen des Gipfels die Plenarsitzung des wirtschaftlich-humanitären Forums statt. Dieses Forum bringt Vertreter aus Wirtschaft, Medien sowie Experten, Wissenschaftler und Staatsvertreter zusammen. Nach Angaben von Uschakow lädt Russland dazu 3.000 afrikanische Unternehmer aus verschiedenen Bereichen ein.
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