Kremlsprecher Peskow: Interpol-Wahlen "in Atmosphäre des Drucks und der Einmischung"

Peskow sagte, dass Moskau "keinen Grund hat, mit dem Ergebnis dieser Wahl nicht einverstanden zu sein", stellte aber fest: "Wenn wir die Sache nüchtern betrachten und uns an die Aussagen einiger Länder erinnern, können wir sagen, dass die Wahlen in einer Atmosphäre des Drucks und der Einmischung stattgefunden haben. Die Wahlen waren kompliziert."
Am Mittwoch wurde Kim Jong-yang aus Südkorea für die nächsten zwei Jahre zum neuen Präsidenten von Interpol gewählt.
Zuvor hatte das Weiße Haus seine Unterstützung für den südkoreanischen Kandidaten ausgesprochen. Sowohl die Ukraine als auch Litauen traten scharf gegen den russischen Bewerber Alexander Prokoptschuk auf und drohten, im Falle seiner Wahl aus der Organisation auszutreten. Auch eine Gruppe von US-Senatoren hatte der Interpol-Generalversammlung davon abgeraten, für den russischen Kandidaten zu stimmen.
Interpol koordiniert die internationale Zusammenarbeit der Polizei und dient dem Austausch von Informationen, zum Beispiel über Haftbefehle. Der bisherige Präsident, der Chinese Meng Hongwei, war im September in seiner Heimat festgenommen worden. Gegen ihn wird wegen des Verdachts ermittelt, "Bestechungsgelder angenommen" zu haben und in illegale Aktivitäten verwickelt gewesen zu sein.
(dpa / rt deutsch)
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