Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Selenskijs Freund nach Anruf "von oben" von Musterung befreit

1.11.2026 20:00 Uhr
20:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
19:57 Uhr
Rumänische Bergwacht rettet drei Ukrainer
Mitarbeiter des rumänischen Bergrettungsdienstes haben im Kreis Maramureș im Norden des Landes drei ukrainische Staatsbürger gerettet, die seit einer Woche in den Bergen umherirrten. Eine Sprecherin der Behörde erklärte:
"Die Ukrainer wurden in einem Schafstall in einer Höhe von 1.700 Metern gefunden, wo sie versuchten, sich an einem Feuer zu wärmen. Nach eigenen Angaben gingen sie sieben Tage lang durch die Berge. Sie waren bis zum Äußersten erschöpft und unterkühlt, weil sie Stadtkleidung und -schuhe trugen."
Die Bergretter übergaben die Männer an die Grenzbehörden im Ort Valea Vișeului, so die Meldung weiter.
Ukrainischen Männern ist es wegen der Mobilmachung verboten, das Land zu verlassen. Um sich der zunehmend gewaltsamen Rekrutierung zu entziehen, versuchen sie regelmäßig, illegal über die Grenze nach Rumänien zu gelangen, wobei einige ums Leben kommen.
19:09 Uhr
Selenskij bereit, Putin in der Türkei zu treffen
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat die Bereitschaft geäußert, den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Türkei zu treffen. In einem Interview mit CNN Türk sagte er, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan einen entsprechenden Vorschlag an Putin übermitteln könnte:
"Ich weiß, dass Präsident Erdoğan Kontakt zu Putin unterhält. Deswegen unterstützen wir ein Treffen in der Türkei."
Ankara sei ein pragmatischer und realistischer Vermittler, der in dem Konflikt nicht Partei für eine der Seiten ergreifen würde, so Selenskij weiter. Zuvor hatte der ukrainische Staatschef arabische Länder oder die USA als einen möglichen Treffpunkt angegeben.
Wladimir Putin hatte seinerseits zuvor im September gesagt, dass Selenskij für Verhandlungen nach Moskau kommen könnte. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte dazu, dass Selenskij in diesem Fall Sicherheitsgarantien erhalten würde.
17:54 Uhr
Medien: Selenskijs Kindheitsfreund nach Anruf "von oben" von Musterung freigelassen
Denis Manschossow, ein Kindheitsfreund des ukrainischen Staatschefs Wladimir Selenskij, soll auf Anweisung eines hochrangigen ukrainischen Beamten aus der Musterungsbehörde freigelassen worden sein, berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Odesski Nabljudatel. In der entsprechenden Meldung heißt es, dass Manschossow am 28. Oktober an eine Musterungsstelle in Kiew eingeliefert worden sei, während sein Name in den Unterlagen der Behörde am folgenden Tag nicht mehr auftauche. Die Freilassung sei von einem hochrangigen ukrainischen Beamten bei einem Anruf an die Musterungsbehörde angeordnet worden.
Wie Odesski Nabljudatel berichtet, sei Manschossow ein Klassenkamerad von Selenskij. Im Jahr 1997 haben sie gemeinsam das Rundfunkunternehmen Kwartal 95 mitbegründet. Manschossow verließ den Konzern im Jahr 2013.
16:51 Uhr
DVR: Zivilist beim ukrainischen Drohnenangriff getötet
Ein Mann ist im Kreis Wolodarskoje der Donezker Volksrepublik bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen. Sergei Juswinkewitsch, Oberhaupt des Kreises, berichtet dazu:
"Durch den Angriff einer Drohne der bewaffneten Verbände der Ukraine wurde im Dorf Startschenkowo ein Mann des Jahrgangs 1985 getötet."
16:07 Uhr
Frachter mit Militärgütern für Ukraine im Schwarzen Meer getroffen
Russlands Verteidigungsministerium gibt am heutigen Sonntag weitere Drohnenangriffe gegen Schiffe bekannt, die zum Transport von Militärgütern für die ukrainische Armee eingesetzt werden. In einer Mitteilung meldet die Behörde:
"Beim Angriff wurde 16 Kilometer südöstlich von Odessa ein Frachtschiff getroffen, das Güter für die Streitkräfte der Ukraine lieferte."
14:43 Uhr
Bundeswehr-General nennt Angriff durch Russland "sehr, sehr realistisch"

Generalleutnant Sollfrank im Februar 2026 auf dem Truppenübungsplatz Bergen in NiedersachsenUrheberrechtlich geschützt Der Bundeswehrgeneral Alexander Sollfrank hat in drastischen Worten vor einem russischen Angriff auf die NATO gewarnt. Im Gespräch mit dem Springer-Medium Politico behauptete der Generalleutnant und Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr:
"Wir werden aktuell durch Russland in einer Art und Weise quantitativ und qualitativ zunehmend angegriffen."
Konkret sehe man in zunehmendem Maße Spionage, Sabotage und Desinformation. Mit Blick auf die Sicherheitslage in Europa sagte Sollfrank:
"Ich stimme der Beobachtung zu, dass man natürlich heute von Frieden nicht mehr sprechen kann."
Ein russischer Angriff auf NATO-Territorium sei möglich, so der General. Die von Russland ausgehende militärische Gefahr dürfe nicht unterschätzt werden.
Mehr dazu in diesem Artikel auf unserer Website.
13:38 Uhr
Steinmeier: China kein Interesse an Dreiergipfel zu Ukraine
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei China kein Interesse an einem Dreiergipfel mit Russland und den USA zur Ukraine festgestellt. Er habe den chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei ihrem Treffen in Peking darauf angesprochen, sagte Steinmeier in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Nach dessen Antwort werde es wohl beim bevorstehenden APEC-Gipfel in Shenzhen tatsächlich ein Treffen der Präsidenten der drei Staaten geben. Hierbei solle es aber nicht um die Ukraine gehen. Mit Blick auf Xi sagte Steinmeier:
"Es ist nach seiner Auffassung keinerlei Vorbereitung für einen Ukraine-Gipfel unter Beteiligung der USA, Russlands und Chinas am Horizont. Er hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies ein europäischer Konflikt sei, bei dem die Europäer mit am Tisch sitzen müssten."
Als er Xi auf einen möglichen Ukraine-Gipfel angesprochen habe, habe man "die Irritation in seinem Gesicht feststellen" können, sagte Steinmeier, der sich am Freitag mit Xi in Peking getroffen hatte. Inzwischen ist er in Berlin zurück.
Hintergrund sind Berichte über einen möglichen Dreiergipfel am Rande der Konferenz der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) Mitte November. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte ein solches Treffen vorgeschlagen, um über Fragen der nuklearen Abrüstung zu reden. US-Präsident Donald Trump hatte sich dafür offen gezeigt und erklärt, er würde bei einer solchen Gelegenheit auch weitere Themen "wie die Ukraine" ansprechen.
13:09 Uhr
Vier Tote bei ukrainischen Attacken auf LVR
Das Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk, Leonid Passetschnik, meldet weitere tödliche Angriffe aus der Ukraine. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, seien in den vergangenen 24 Stunden vier Einwohner der Region ums Leben gekommen, zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Am Samstagabend habe der Gegner im Bezirk Belowodsk einen Bus angegriffen, in dem Arbeiter eines Pflanzenölwerks nach der Arbeitsschicht nach Hause gefahren seien. Zwei Frauen seien dabei zu Schaden gekommen. Ein Mann sei seinen Verletzungen erlegen. Ein Mann und eine Frau seien getötet worden, als eine ukrainische Drohne ihr Auto auf der Straße Starobelsk – Belowodsk angegriffen habe. Bei einer ähnlichen Attacke in der Nähe der Siedlung Rasdolnoje sei ein Mann ums Leben gekommen.
Passetschnik spricht den Verwandten und Angehörigen der Todesopfer sein tiefes Beileid aus und wünscht den Verletzten eine möglichst schnelle Besserung. Der Politiker berichtet zudem über beschädigte Fahrzeuge und zivile Infrastrukturen in den Bezirken Sewerodonezk, Altschewsk und Belowodsk. Die Luftabwehr habe in den vergangenen 24 Stunden rund 50 gegnerische Luftziele abgefangen.
12:40 Uhr
Erneut massive Stromausfälle in Ukraine
Die ukrainischen Behörden melden am Sonntag massive Stromausfälle in mehreren Regionen des Landes. Über Blackouts wird aus den Gebieten Dnjepropetrowsk, Schitomir, Kiew, Sumy, Charkow und Tscherkassy sowie aus den von der Ukraine kontrollierten Teilen des Donbass und des Gebiets Saporoschje berichtet. Auf der Plattform Telegram stellt das Energieministerium in Kiew fest, dass die Situation besonders im Gebiet Dnjepropetrowsk kompliziert sei, und erklärt:
"Die Energie-Infrastruktur dieser Regionen erlitt umfangreiche Schäden. Wegen Schäden an Energie-Anlagen wurden die Kapazitäten für die Stromversorgung von Abnehmern gestört."
In den betroffenen Gebieten gelten nun Notabschaltungen. Allein im Gebiet Schitomir sind mehr als 650 Ortschaften ohne Strom geblieben.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
