Liveticker Ukraine-Krieg – Militärexperte: Kiew evakuiert Bewohner mehrerer frontnaher Gebiete

6.11.2026 20:35 Uhr
20:35 Uhr
Selenskij droht mit weiteren Angriffen auf russische Ölraffinerien
Bei einem Treffen mit Militärs erklärte Wladimir Selenskij, dass "die Operation gegen die russischen Erdölraffinerien weitergeht". Hierbei sprach Selenskij von einer Reaktion auf Angriffe auf ukrainische Energieanlagen. Darüber berichtet die Online-Zeitung Strana auf ihrem Telegram-Kanal.
"Wir haben unsere nächsten Gegenmaßnahmen festgelegt", teilte der Politiker nach einem Bericht der Militärs mit.
20:19 Uhr
Putin bestätigt den Termin für trilaterale Gespräche in Abu Dhabi
"In der kommenden Woche, am Dienstag, sollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Dreiergespräche zur Ukraine-Thematik beginnen", bekräftigt Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Sicherheitstreffen in Moskau am Freitag.
Zuvor gab der Kremlsprecher Dmitri Peskow bekannt, bei den Verhandlungen zwischen Russland, den USA und der Ukraine am 10. November in Abu Dhabi würden die Sicherheitsgarantien für die Konfliktparteien erörtert. Die Einzelheiten würden hinter verschlossenen Türen diskutiert, betonte Peskow.
19:54 Uhr
Kiewer Kräfte greifen erneut zivile Fahrzeuge im Gebiet Saporoschje an
Bei einem ukrainischen Angriff auf ein ziviles Fahrzeug im Gemeindebezirk Kamenka-Dneprowskaja hat ein Einwohner Verletzungen erlitten. Dies teilen lokale Behörden mit. Der Betroffene sei in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er medizinisch versorgt werde.
Die ukrainischen Streitkräfte würden ihre Angriffe auf zivile Einrichtungen und die Zivilbevölkerung des Gemeindebezirks unbeirrt fortsetzen, heißt es in der Mitteilung weiter. In den vergangenen Tagen seien infolge der Drohnenattacken vier Fahrzeuge, ein landwirtschaftlicher Betrieb sowie Wohngebäude beschädigt worden.
Die Einwohner werden gebeten, äußerste Vorsicht walten zu lassen und sich bei Gefahr unverzüglich in einen Schutzraum zu begeben.
19:29 Uhr
Polens Außenminister fordert Waffenruhe vor Ukraine-Gesprächen
Der polnische Außenminister Radosław Sikorski erklärte, dass vor Beginn der Friedensgespräche zunächst ein Waffenstillstand herrschen müsse. Der Ukraine dürfe keine Lösung des Konflikts aufgezwungen werden, sagte Sikorski vor Journalisten. Es sei wichtig, die richtige Reihenfolge einzuhalten.
Und weiter:
"Zuerst eine Waffenruhe, dann Gespräche über einen dauerhaften Frieden und erst danach mögliche Diskussionen darüber, wie die europäische Sicherheitsarchitektur wiederhergestellt werden kann – und vielleicht auch darüber, wie Rüstungskontrollen wieder eingeführt werden können."
18:57 Uhr
Russische Flugabwehrkräfte holen weitere Drohnen vom Himmel
In der Zeitspanne von 8 Uhr bis 20 Uhr Moskauer Zeit hat Russlands Luftverteidigung insgesamt 21 ukrainische unbemannte Fluggeräte über den Gebieten Belgorod, Orjol, über den Regionen Krasnodar und Moskau abgefangen oder zerstört. Dies gibt das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitagabend (Ortszeit) bekannt.
18:34 Uhr
Russische Luftstreitkräfte gemeinsam mit Drohnenpiloten im Kampfeinsatz (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen einen gemeinsamen Einsatz der Drohnenpiloten des Truppenverbands Mitte und der Luftstreitkräfte. Anhand der Zielkoordinaten, die die Kampfpiloten von Fachleuten des Rubikon-Zentrums für unbemannte Systeme erhalten hätten, seien gegnerische Drohnenleitstellen zerstört worden, teilt die Behörde in Moskau mit.
17:59 Uhr
Ukraine: 23-Jähriger trotz Altersgrenze zum Militär eingezogen
Wie die ukrainische Journalistin Olga Lewtschuk aus Odessa berichtet, wurde ihr 23-jähriger Sohn bei einer Dokumentenkontrolle in Kiew von der Polizei zum territorialen Rekrutierungszentrum (TZK) im Stadtbezirk Petschersk gebracht. Anschließend habe sie rund 22 Stunden lang keinen Kontakt zu ihm gehabt. Die Polizei habe ihr später bestätigt, dass er sich im TZK befinde. Erst nach dieser Zeit habe ihr Sohn sie angerufen und erklärt, nichts unterschrieben zu haben. Zu diesem Zeitpunkt sei er bereits in einer Militäreinheit gewesen.
Lewtschuk stellte die Rechtmäßigkeit seiner Mobilisierung infrage, da die allgemeine Einberufung in der Ukraine grundsätzlich erst ab 25 Jahren gilt. Das Kiewer Stadt-TZK erklärte am 5. November jedoch, ihr Sohn sei Reserveoffizier. Er habe eine militärische Ausbildung absolviert, einen Offiziersrang erhalten und den Eid geleistet. Daher könne er auch vor dem 25. Lebensjahr mobilisiert werden.
Nach Angaben der Mutter arbeitete ihr Sohn im Bereich der Drohnenabwehr und bereitete sich darauf vor, künftig Drohnenausbilder zu werden. Drei Tage nach dem Vorfall sollte er demnach eine Zurückstellung von der Mobilisierung erhalten. Zum Zeitpunkt seiner Einberufung war diese jedoch noch nicht bewilligt.
17:18 Uhr
Rutte: Kiew wird für den Frieden territoriale Zugeständnisse machen müssen
"Uns bleibt die Hoffnung, dass dieser Krieg endet, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Ukraine alle ihre Gebiete zurückgewinnen kann", sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte gegenüber niederländischen Medien. Derartige Kriege würden immer mit einem Friedensabkommen enden, und das sei oft ein Kompromiss, fügte er hinzu.
16:56 Uhr
Merz und Trump erörtern Beendigung des Ukraine-Konflikts
In der Nacht hat Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump über den Konflikt in der Ukraine gesprochen. Die beiden seien sich einig, dass der Krieg so schnell wie möglich beendet werden müsse, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius.
Nach den US-Wahlen gebe es ein "neues Gefühl der Dringlichkeit", meinte Kornelius. Ein mögliches Friedensabkommen müsse zudem von den NATO-Partnern mitgetragen werden.
Die Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine und die Sicherheit Europas ohne europäische Beteiligung seien "aus unserer Sicht nicht zielführend", so der Sorecher weiter.
16:31 Uhr
Russisches Militär nimmt weiteres gegnerisches Schiff ins Visier
Die Streitkräfte der Russischen Föderation setzen ihre Drohnenangriffe auf Seeschiffe fort, die militärische Güter für die ukrainischen Truppen befördern. Dies geht aus einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums hervor.
Laut der Behörde wurde tagsüber am Freitag im Schwarzen Meer, südwestlich von Odessa, ein Trockenfrachter getroffen, der militärische Ausrüstung sowie Güter mit doppeltem Verwendungszweck in die Ukraine transportierte.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.