Liveticker Ukraine-Krieg: SBU wirft Ex-Sprecherin Mendel Hochverrat vor

3.11.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:59 Uhr
Folterkammern in der Ukraine: Selenskijs Präsidialamtsleiter Budanow räumt Existenz ein

Alles fing mit einer wütenden Menge an: Nahe Kiew kam es zu energischen Protesten gegen ein Folterlager des Asow-Bataillons. Nun räumte Wladimir Selenskijs Präsidialamtsleiter Kirill Budanow auch noch lapidar ein, dass es sich dabei keineswegs um eine Ausnahme handelt. Auch Russland nahm dazu inzwischen Stellung.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.20:42 Uhr
Menschenrechtsaktivistin spricht von Tausenden Geheimgefängnissen in Ukraine
In der Ukraine gebe es Tausende geheime Gefängnisse und Folterkammern. Dort würden Menschen festgehalten, die sich weigerten, in den Krieg zu ziehen, sowie zunehmend auch Bürger, die mit der Politik der Führung in Kiew nicht einverstanden seien. Dies erklärt die russische Menschenrechtsaktivistin und Vorsitzende der internationalen Friedensbewegung "Frauen-Dialog" Jelena Semerikowa RIA Nowosti:
"Sie befinden sich in Industriegebieten, Garagen und Kellern. Wir hatten Zeugen, die wie durch ein Wunder überlebt und über die ihnen zugefügten Folterungen ausgesagt haben. Die Folter ist von unvorstellbarer Brutalität."
Es sei ein Glücksfall, dass die Folterkammer entdeckt und der Fall öffentlich gemacht worden sei. Solche Orte würden normalerweise sorgfältig verborgen gehalten. Die dort gefangen gehaltenen Menschen gerieten in die Hände von "Schlägern und Banditen", erklärt Semerikowa. Früher seien vor allem Kriegsgefangene sowie Menschen festgehalten worden, denen die Behörden in Kiew eine prorussische Haltung vorgeworfen hätten. Inzwischen seien jedoch auch immer mehr einfache ukrainische Bürger betroffen, die sich beispielsweise weigern, in den Krieg zu ziehen.
"Wenn wir früher vor allem über die Misshandlung unserer gefangenen Soldaten gesprochen haben, geht es jetzt immer häufiger um einfache ukrainische Bürger, die den Wunsch der Behörden, Menschen in den sicheren Tod zu schicken, nicht unterstützen."
Laut der Menschenrechtsaktivistin gibt es solche Folterstätten in der Ukraine seit 2014, und russische Behörden hätten wiederholt auf das Thema aufmerksam gemacht.
20:22 Uhr
SBU wirft Ex-Sprecherin Mendel Hochverrat vor
Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) hat gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft Anklage wegen Hochverrats gegen Julia Mendel erhoben. Sie war die Pressesprecherin des Anführers des Kiewer Regimes Wladimir Selenskij. Dies teilt der SBU am Dienstag mit.
Die Vorwürfe wurden in Abwesenheit der Beschuldigten erhoben. Laut dem Geheimdienst hätten Ermittlungen und entsprechende Gutachten ergeben, dass Mendel die Ukraine mit ihren öffentlichen Äußerungen und Beiträgen in sozialen Netzwerken auf internationaler Ebene diskreditiere. Mendel hält sich derzeit nicht in der Ukraine auf.
Zuvor hatte sie in einem Interview mit dem US-Journalisten Tucker Carlson erklärt, Selenskij sei eines der größten Hindernisse auf dem Weg zum Frieden. Außerdem hatte sie behauptet, dass Menschen in der Ukraine wegen Kritik am Präsidenten an die Front geschickt würden. Selenskij hat laut Mendel gesagt, er brauche eine Propaganda wie die von Joseph Goebbels. Mendel bezeichnete Selenskij als Diktator, der dauerhaft an der Macht bleiben wolle.
20:02 Uhr
Die "Folterkammer" des Neonazi-Bataillons Asow: Wie sich der Skandal über Nacht entfaltete

Eine wütende Menschenmenge versuchte in einem Vorort von Kiew, eine Einrichtung des neonazistischen Asow-Bataillons zu stürmen. Dem Bataillon wird vorgeworfen, in dem Gebäude Dutzende Männer festgehalten und misshandelt zu haben. Wladimir Selenskijs engster Berater griff persönlich ein, um die aufgebrachte Menge vor Ort zu beruhigen.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.19:44 Uhr
Saporoschje: Zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Auto
Bei einem Drohnenangriff auf ein fahrendes ziviles Fahrzeug sind zwei Menschen getötet worden, darunter eine Mitarbeiterin des Kernkraftwerks Saporoschje. Dies teilt die Pressestelle des AKW mit. Nach Angaben des Kraftwerks handelt es sich bereits um den dritten Mitarbeiter, der innerhalb der vergangenen zwei Wochen getötet wurde, und um den 13. seit April dieses Jahres. Das Kraftwerk und seine Satellitenstadt Energodar würden regelmäßig von ukrainischen Streitkräften beschossen, heißt es weiter. Solche Angriffe stellten eine unmittelbare Gefahr dar und zeugten von einer Missachtung der Grundsätze der nuklearen Sicherheit.
19:19 Uhr
Merz will Deutsche von weiterer Unterstützung der Ukraine überzeugen
Bundeskanzler Friedrich Merz wirbt dafür, dass die deutsche Bevölkerung die weitere Unterstützung der Ukraine mitträgt. Die Hilfe solle so lange fortgesetzt werden, bis der Krieg beendet sei. Dies erklärt Merz am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Machthaber Wladimir Selenskij:
"Wir halten Kurs auf Frieden für die Ukraine und für Sicherheit in ganz Europa. Und lassen Sie mich dies noch einmal ausdrücklich sagen, wir unterstützen die Ukraine aus unserem Interesse. Wir tun es, weil es für unsere Sicherheit und die Friedensordnung in ganz Europa wichtig ist. Und ich werbe auch dafür, dass dies die Mehrheit der Deutschen versteht, dass wir dies tun. Wir tun es aber auch aus der tiefen Überzeugung, dass militärische Gewalt in Europa nicht zu einer Veränderung der Grenzen führen darf."
Auf die Frage, was Deutschland darüber hinaus für die Ukraine tun könne, erklärt Merz, die Bundesrepublik leiste bereits "sehr viel". Deutschland sei zudem das Land, das den größten Beitrag zur Unterstützung der Ukraine erbringe.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen in Deutschland. Ralph Niemeyer, der Vorsitzende des Deutschen Rates für Verfassung und Souveränität, hatte zuvor RIA Nowosti erklärt, viele Deutsche seien unzufrieden mit den regelmäßigen Reisen der Regierungsspitze nach Kiew und den Geldtransfers an die Ukraine. Das Geld werde im eigenen Land benötigt. Seinen Worten zufolge ist vielen Menschen bewusst, dass die Unterstützung Kiews Kürzungen bei der Gesundheitsversorgung, den Renten und der Instandhaltung der Infrastruktur nach sich ziehe.
19:00 Uhr
"Alle Europäer tragen Verantwortung" – Merz will weiteres Geld für Kiew eintreiben

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Dienstag in Berlin Gespräche mit dem ukrainischen Machthaber Wladimir Selenskij geführt. Bei der anschließenden Pressekonferenz bekräftigte Merz erneut seine "unverminderte" Unterstützung für die Ukraine.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.18:45 Uhr
LVR: 19-jähriger Musiker bei ukrainischem Drohnenangriff auf Bus getötet
Bei einem Drohnenangriff auf einen Linienbus in der Volksrepublik Lugansk (LVR) ist am 2. November ein 19-jähriger Musiker ums Leben gekommen. Dies teilte die Pressestelle der Lugansker Philharmonie mit. Bei dem Opfer handelt es sich um Denis Gontscharow, einen Musiker des Akademischen Sinfonieorchesters der Philharmonie, der dort die Kontrabassgruppe verstärkte. Am Montag hatte LVR-Chef Leonid Passetschnik mitgeteilt, dass bei einem Angriff auf einen Linienbus auf der Strecke Lugansk–Simogorje ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden seien.
Bei einem weiteren Angriff auf einen Kleinbus im Dorf Wwedenskaja Gotnja, Bezirk Rakitjanskoje, Gebiet Belgorod, wurden vier Menschen verletzt, darunter drei Kinder. Dies teilte Gouverneur Alexander Schuwajew mit. Ein zehnjähriges Mädchen und ein 16-jähriger Jugendlicher erlitten Splitterverletzungen an den Beinen. Bei einer Frau und einem fünfjährigen Mädchen wurden zunächst Knalltraumata diagnostiziert. Die Verletzten werden in einem örtlichen Krankenhaus behandelt. Für weitere Untersuchungen sollen sie in Kliniken nach Belgorod gebracht werden.
18:18 Uhr
Kreml: Zwangsrekrutierte Ukrainer können sich russischen Truppen ergeben
Der Kreml wundert sich nicht über das Ausbleiben von Reaktionen westlicher Menschenrechtsorganisationen auf den Fall eines Hauses nahe Kiew, in dem Männer mutmaßlich gefoltert worden sein sollen. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur RBC berichtet:
"Das überrascht nicht, das ist durchaus natürlich. Die europäischen Institutionen tun alles in ihrer Macht Stehende, um ihre Schützlinge vor solchen Skandalen zu bewahren."
Auf die Frage, ob Russland den zwangsrekrutierten Ukrainern helfen könne, erinnerte er daran, dass Soldaten der ukrainischen Streitkräfte sich ergeben könnten.
"Offensichtlich ist Folgendes: Das Kiewer Regime hat Schwierigkeiten Leute zu finden, die weiterhin bereit sind, für die Interessen dieses Regimes zu kämpfen. Es gibt nicht genügend Menschen für die Mobilisierung, sehr viele Deserteure und zahlreiche Schwerverletzte. Diese Probleme mit dem Personalbestand sind nicht nur unseren Fachleuten, sondern auch Beobachtern weltweit bekannt."
Peskow betonte zudem, dass das Ausmaß dieser Probleme nach Einschätzung von Experten weiter zunehmen werde.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


