Oslo und Helsinki telefonieren 90 Minuten mit Putin – Dänemark unterstellt "Bruch mit Europa"
Der finnische Präsident Alexander Stubb hat am Dienstag bestätigt, dass er und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre ein 90-minütiges Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt haben. "Nun ist der Weg für ein Treffen mit den Vereinigten Staaten, der Ukraine, Russland und den Europäern in Abu Dhabi irgendwann im November geebnet", erklärte er.
Bei seiner Rede auf der 78. Sitzung des Nordischen Rates in Helsinki erklärte Stubb, das Telefongespräch sei im Vorhinein mit der Ukraine abgesprochen worden, wobei alle wichtigen Verbündete ebenfalls vorher informiert worden seien.
Trotz der Versicherungen Stubbs zeigte sich die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sichtlich irritiert und warf Helsinki und Oslo vor, die Einigkeit Europas in Frage zu stellen.
Der Norweger Støre erklärte hingegen, dass man als ein Nachbarland Russlands auch die Verantwortung für die eigenen Interessen tragen müsse.
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