Liveticker Iran-Krieg – Ölpreis steigt nach iranischen Angriffen auf Kuwait und Bahrain

3.06.2026 15:15 Uhr
15:15 Uhr
Neue Satellitenbilder bestätigen Schäden an US-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait
Neue Satellitenaufnahmen bestätigen die Zerstörung eines Drohnen- beziehungsweise Flugzeughangars auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait.
Die Schäden sollen auf die iranischen Raketen- und Drohnenangriffe zurückzuführen sein, die den Stützpunkt nach iranischen Angaben am Mittwoch ins Visier nahmen. Die Bilder liefern damit erstmals visuelle Hinweise auf mögliche Treffer auf der Basis.
Eine unabhängige Bestätigung zum genauen Ausmaß der Schäden oder zu möglichen weiteren Treffern lag zunächst nicht vor.
Fresh satellite imagery confirms the destruction of a drone/aircraft shelter located at 29°21'04.72"N, 47°30'14.06"E within Ali Al Salem Air Base in Kuwait following the Iranian missile and drone strikes that targeted the base earlier today. pic.twitter.com/zLX2jwAWV7
— Egypt's Intel Observer (@EGYOSINT) June 3, 202614:51 Uhr
Trump behauptet: Iran stimmt Verzicht auf Atomwaffen zu
US-Präsident Donald Trump zufolge hat Iran einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt. Zudem sei auch der Ajatollah (Modschtaba Chamenei) in die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten eingebunden, sagte Trump in einem Podcast-Interview. "Er ist beteiligt, absolut", sagte Trump. Chamenei erteile die notwendige Zustimmung, "weil es schon seit langer Zeit so gehandhabt wird".
"Sie haben bereits zugestimmt, dass sie keine Atomwaffen besitzen werden", erklärte Trump.
Die Führung in Teheran hat jedoch stets betont, dass ihr umstrittenes Atomprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene und nicht auf die Entwicklung von Kernwaffen ausgerichtet sei.
Eine dauerhafte Blockade der Straße von Hormus erwartet Trump nach eigenen Angaben nicht. "Ich denke, das wird sich ziemlich schnell lösen", sagte er. Zugleich sprach er von einem "sehr großen militärischen Erfolg" der USA in Iran.
Weiter erklärte Trump, die Gespräche verliefen gut und ein Treffen zwischen iranischen und US-Diplomaten könne zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. "Wir werden uns wahrscheinlich irgendwann treffen, abhängig davon, wie sich alles entwickelt", sagte der US-Präsident.
Trump:
— Clash Report (@clashreport) June 3, 2026
Iran have already agreed that they will not have a nuclear weapon. They can change their mind, but that was the big thing. pic.twitter.com/QCCC0VgdeZ13:30 Uhr
Ölpreis steigt nach iranischen Angriffen auf Kuwait und Bahrain
Die Ölpreise haben am Mittwoch erneut zugelegt und sich zeitweise der Marke von 100 US-Dollar je Barrel angenähert. Auslöser sind die jüngsten iranischen Angriffe auf Ziele in Kuwait und Bahrain sowie die wachsende Sorge vor weiteren Störungen der Energieversorgung in der Golfregion.
Marktteilnehmer befürchten insbesondere eine anhaltende Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Transportrouten für Öl und Gas weltweit. Die geopolitischen Spannungen haben die Erwartungen auf eine schnelle Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran zuletzt deutlich gedämpft.
Analysten gehen davon aus, dass die Ölpreise hoch bleiben könnten, solange die Unsicherheit über die Energieexporte aus der Region anhält. Bereits Ende Mai hatten Experten ihre Preisprognosen für das laufende Jahr erneut angehoben.
13:10 Uhr
63 Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen in Kuwait
Bei den iranischen Drohnen- und Raketenangriffen auf den internationalen Flughafen von Kuwait sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 63 Menschen verletzt worden.
Wie das Ministerium mitteilt, mussten sieben Notoperationen durchgeführt werden. Bereits zuvor hatten die kuwaitischen Behörden erklärt, dass bei dem Angriff am frühen Mittwochmorgen ein Mensch getötet worden sei.
Die Angriffe trafen demnach ein Terminal des Flughafens und verursachten Schäden an wichtigen Einrichtungen der Anlage. Zudem seien diplomatische Vertretungen in Mitleidenschaft gezogen worden.
12:45 Uhr
VAE fordert nach Iran-Angriffen auf Kuwait und Bahrain geschlossene Golf-Position
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach iranischen Angriffen auf Kuwait und Bahrain zu einer "einheitlichen Haltung der Golfstaaten" aufgerufen.
Anwar Gargash, Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, erklärte, wiederholte iranische "Aggressionen" gegen Kuwait und Bahrain erforderten eine entschlossene, gemeinsame Position der Golfstaaten. "Kein Golfstaat sollte diesen Angriffen allein gegenüberstehen", schrieb er auf der Plattform X.
Die Sicherheit der Mitgliedsstaaten des Golf-Kooperationsrates sei eng miteinander verbunden, ihre Interessen geteilt und ihr Schicksal gemeinsam, so Gargash weiter. Die Angriffe richteten sich nicht gegen einzelne Länder, sondern gegen die gesamte Region.
Die Aussagen erfolgten, nachdem Iran nach eigenen Angaben Vergeltungsschläge durchgeführt hatte, bei denen der internationale Flughafen in Kuwait beschädigt wurde. Dabei wurden laut Berichten mehrere Menschen verletzt und der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt.
في ظل العدوان الإيراني المتكرر على دولة الكويت ومملكة البحرين الشقيقتين، لا بد من موقف خليجي صلب وموحد ومتماسك. فلا يجوز أن تُترك أي دولة خليجية تواجه الاستهداف منفردة، فيما أمن دول الخليج العربي مترابط، ومصالحها مشتركة، ومصيرها واحد.
— د. أنور قرقاش (@AnwarGargash) June 3, 2026
هذا العدوان لا يستهدف دولة بعينها، بل…12:30 Uhr
Wie Trump sich verzockt bei Blockade der Straße von Hormus – Bericht
Ein Blick zurück auf die Zeit vor dem Krieg macht deutlich, dass Trump sowohl Irans Fähigkeit, die Straße von Hormus zu blockieren, unterschätzt als auch die US‑Fähigkeit überschätzt hat, sie gegebenenfalls wieder zu öffnen. Obwohl das Weiße Haus die Details seiner Planung nicht offengelegt hat, deuten öffentlich zugängliche Belege laut Experten und ehemaligen Regierungsbeamten auf mehrere Fehlkalkulationen hin, wie die New York Times am Dienstag berichtete.
Eine einfache Erklärung wäre, dass Trump erwartet haben könnte, die iranische Regierung würde stürzen, bevor sie die Straße von Hormus schließen könnte. Einige seiner Mitarbeiter gingen zudem – fälschlicherweise – davon aus, Iran könne die Wasserstraße nicht blockieren, ohne seine eigenen Ölexporte zu gefährden, und würde daher keinen "wirtschaftlichen Selbstmord" begehen.
Trump und seine engsten Mitarbeiter schienen zudem irrtümlicherweise davon auszugehen, dass die amerikanischen Verbündeten den US-Streitkräften helfen würden, die Meerenge wiederzuöffnen, sollte Iran versuchen, sie zu blockieren. Auch das erwies sich als Fehleinschätzung.
Irans Vorgehen bei der Blockade dürfte auch das US-Militär überrascht haben. Die Planung des Pentagons basierte auf der Annahme, Iran würde die Wasserstraße vor allem durch umfangreiche Verminung blockieren. Stattdessen setzte Teheran aber auf landgestützte Raketen sowie sein relativ neues Arsenal kostengünstiger Drohnen, um Schiffe anzugreifen und zu bedrohen. Laut einem ehemaligen hochrangigen Beamten wurde bei Kriegsspielen unter der Biden-Regierung nicht vorhergesehen, dass Drohnen eine so zentrale Rolle bei der Blockade spielen könnten.
Bei einer Anhörung des Streitkräfteausschusses des US-Senats im vergangenen Juni befragte der Abgeordnete Admiral Brad Cooper, den späteren Leiter des US-Zentralkommandos, zur iranischen Bedrohung der Straße von Hormus und zu möglichen Abwehrstrategien. Cooper sprach dabei von "Minenkriegsführung" und den entsprechenden Minenräumfähigkeiten der USA, erwähnte Drohnen jedoch nicht.
Er räumte ein, dass ein solches Szenario "komplex" wäre, deutete jedoch an, dass das Militär es innerhalb von "Wochen und Monaten" bewältigen könne.
11:15 Uhr
Iran beschuldigt Kuwait und Bahrain nach US-Angriffen und droht mit Reaktion
Iran hat Kuwait und Bahrain "direkte und eindeutige Verantwortung" für jüngste US-Angriffe vorgeworfen. Teheran verurteilte die Angriffe und erklärte, dass diese eine bestehende Waffenruhevereinbarung sowie internationales Recht verletzt hätten.
Iran berichtet, die USA hätten ein iranisches Schiff und eine Radaranlage angegriffen, und bezeichnet die Angriffe als Verletzung des Völkerrechts.
Das Außenministerium in Teheran erklärt, dass die Territorien und militärischen Einrichtungen der beiden Golfstaaten für US-Militäroperationen gegen Iran genutzt worden seien.
Zudem besteht Teheran darauf, sich das Recht auf Selbstverteidigung vorzubehalten und mit allen verfügbaren Mitteln zu reagieren – einschließlich möglicher Angriffe auf die Quelle künftiger Attacken. In der Nacht kam es zwischen Iran und den USA zu den schwersten Gefechten seit Beginn der Waffenruhe.
Die Iranische Revolutionsgarde griff laut iranischen Medienberichten das Hauptquartier der 5. US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt in Bahrain und Kuwait mit Raketen und Drohnen an.
Iran says the U.S. attacked an Iranian vessel and a radar site, calls the strikes a violation of international law, accuses any countries that assisted of sharing responsibility, and says it reserves the right to respond in self-defense. pic.twitter.com/l5EzUTahjc
— Clash Report (@clashreport) June 3, 202610:45 Uhr
Deal zwischen USA und Iran würde Zinserhöhung bei Europäische Zentralbank kaum stoppen
Der belgische Zentralbankgouverneur Pierre Wunsch erklärte, dass ein möglicher Friedensdeal zwischen den USA und Iran vor der EZB-Sitzung nächste Woche die Argumente für eine Zinserhöhung nicht grundsätzlich entkräften würde.
Selbst falls kurz vor dem EU-Treffen am 11. Juni eine Einigung bestätigt werde, würde diese zwar in die Diskussion einfließen, sei aber in ihrer Stabilität und Glaubwürdigkeit noch unklar. Wunsch sprach sich weiterhin für eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte aus.
Sollte der Konflikt ungelöst bleiben, erwarte er eine "einfache" geldpolitische Debatte. Bei einem Friedensabkommen könne die Diskussion zwar komplexer werden, dennoch bleibe grundsätzlich eine Zinserhöhung wahrscheinlich, wenn auch mit geringerer Begründungsstärke.
Zugleich betonte er, die EU-Zentralbank dürfe sich nicht allein von Marktbewegungen leiten lassen und müsse eine eigene Position einnehmen.
Während US-Präsident Donald Trump laufende Friedensgespräche als "schnell voranschreitend" bezeichnete, meldeten iranische Medien, dass Teheran indirekte Gespräche mit Washington wegen eskalierender israelischer Militäraktionen im Libanon und im Gazastreifen vorerst ausgesetzt habe.
Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte laut Markterwartungen eine der ersten Notenbanken der G7-Staaten sein, die ihre Geldpolitik weiter strafft. Daten von Reuters zufolge preisen Händler an den Swap-Märkten eine Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent ein, dass der Einlagensatz in der kommenden Woche um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent angehoben wird, um Inflationsdruck zu dämpfen.
Seit den Angriffen der USA und Israels auf Iran Ende Februar sind die Ölpreise um mehr als ein Drittel gestiegen. Gleichzeitig sind die Lieferungen von Öl und Gas durch die Straße von Hormus weitgehend zum Erliegen gekommen. In der Eurozone kletterte die Inflation im Mai auf 3,2 Prozent und liegt damit deutlich über dem mittelfristigen Ziel der EZB von 2 Prozent.
09:30 Uhr
Kuwait setzt Flüge nach iranischem Angriff mit Verletzten auf Flughafen aus
Kuwait hat nach dem jüngsten iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen des Landes den kommerziellen Flugverkehr ausgesetzt. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.
Der Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums, Brigadegeneral Saud Abdulaziz Al-Otaibi, erklärte, dass "mehrere feindliche Drohnen" das Passagierterminal des internationalen Flughafens von Kuwait angegriffen hätten. Das Gebäude sei schwerbeschädigt worden, zudem seien "mehrere Personen" verletzt worden.
Der Drohnenangriff erfolgte, nachdem sich Iran und die USA in der Nacht gegenseitig mit Raketenangriffen überzogen hatten. Das US-Militär teilte mit, als Vergeltung für iranische Raketenangriffe auf Kuwait und Bahrain eine iranische Militäreinrichtung angegriffen zu haben.
📸 Images show damage to the passenger terminal of Kuwait International Airport following Iranian strike overnight. pic.twitter.com/2WAtgIpWHf
— Clash Report (@clashreport) June 3, 2026Kuwait International Airport after the Iranian drone and missile attack. https://t.co/Dwk4qfOqJfpic.twitter.com/nqmw7Z7QTR
— Ariel Oseran أريئل أوسيران (@ariel_oseran) June 3, 202608:00 Uhr
USA und Iran liefern sich schwerste Gefechte seit Waffenruhe
Trotz der Waffenruhe haben sich die USA und Iran eines der schwersten Feuergefechte seit deren Inkrafttreten geliefert. Die Iranische Revolutionsgarde (IRGC) griff in der Nacht mit ballistischen Raketen und Drohnen Ziele in Kuwait und Bahrain an. Das US-Militär attackierte daraufhin eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus. Teheran zufolge galten die Angriffe US-Militärstützpunkten in den Golfstaaten.
Das US-Militär erklärte, die iranischen Angriffe "erfolgreich" abgewehrt zu haben. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (CENTCOM) auf X mit. Als Reaktion habe das Militär zudem "Selbstverteidigungsschläge" auf der Insel Qeschm durchgeführt. Kurz darauf sei auch eine weitere "Welle iranischer Drohnen" abgefangen worden, die nach US-Angaben Einrichtungen des Militärs in Kuwait zum Ziel hatte.
An additional wave of Iranian drones attempting to attack U.S. forces in Kuwait failed to impact intended targets tonight. U.S. Central Command air defenses successfully downed multiple drones and ensured no American personnel or assets were harmed.
— U.S. Central Command (@CENTCOM) June 3, 2026Die Darstellungen des US-Militärs zu den nächtlichen Ereignissen ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.
Beim Versuch, den iranischen Raketenangriff am Abend abzuwehren, soll der Abschuss einer Patriot-Abfangrakete in Kuwait fehlgeschlagen sein.
Auslöser des jüngsten Schlagabtauschs dürfte ein Einsatz des US-Militärs vom Dienstag gewesen sein. Nach Angaben der Streitkräfte griffen US-Einheiten vor der für den iranischen Ölexport wichtigen Insel Charg einen unbeladenen Öltanker an. Das Schiff soll versucht haben, trotz der von den USA verhängten Blockade einen iranischen Hafen anzulaufen.
Footage of the US military firing and disabling an oil tanker that tried to break the American blockade in the Strait of Hormuz pic.twitter.com/D7UgnoOHtj
— Emily Schrader - אמילי שריידר امیلی شریدر (@emilykschrader) June 3, 2026Die Besatzung des unter botswanischer Flagge fahrenden Tankers "M/T Lexie" habe wiederholte Warnungen ignoriert und Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden missachtet, erklärte CENTCOM. Daraufhin habe ein US-Flugzeug eine Hellfire-Rakete auf den Maschinenraum des Schiffes abgefeuert und den Tanker manövrierunfähig gemacht, um zu verhindern, dass er Iran erreiche.
Die IRGC begründete die Angriffe auf Telegram mit dem Vorgehen des US-Zentralkommandos CENTCOM gegen den Tanker. Dabei habe es sich um eine Reaktion auf den US-Einsatz gehandelt.
A man crashes his car while apparently trying to watch incoming Iranian missiles in Kuwait. pic.twitter.com/ft9keyLwJc
— Clash Report (@clashreport) June 2, 2026WATCH: Likely Patriot interceptor missile fails after launch in Kuwait while trying to respond Iranian missile strike tonight. pic.twitter.com/JO6aT0nwRF
— Clash Report (@clashreport) June 2, 2026
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