
Erneuter ukrainischer Angriff auf Linienbus: Mindestens fünf Tote, viele Verletzte

Bei einem gezielten Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf einen zivilen Linienbus in der Volksrepublik Lugansk kamen am Donnerstag fünf Menschen ums Leben, wie der Präsident der Republik, Leonid Pasetschnik, mitteilte. Der Bus befuhr fahrplanmäßig die Linie Petrowka–Lugansk und war mit zahlreichen Fahrgästen – allesamt Zivilisten – besetzt, als er angegriffen wurde.
Nach vorläufigen Angaben kamen dabei fünf Menschen ums Leben, weitere 13 wurden verletzt. Unter den Verletzten sind zwei Jugendliche im Alter von 15 und 17 Jahren. Zwei Verletzte befinden sich nach Aussage des behandelnden Arztes in einem "außerordentlich schweren Zustand". Russlands Staatsanwaltschaft hat den Angriff inzwischen als Terroranschlag qualifiziert und Strafverfahren eingeleitet, wie Sprecherin Swetlana Petrenko mitteilte.
Bei einem weiteren Angriff auf einen Kleintransporter vom Typ Gazelle auf der Straße zwischen Rebrikowo und Rowenki wurden zwei Männer getötet. Im Stadtbezirk Perewalsk griffen ukrainische Streitkräfte nahe dem Busbahnhof einen Kleinbus an. Dabei wurde ein 38-jähriger Mann verletzt.

In den letzten zwei Jahren, aber auch davor, kam es wiederholt zu gezielten Angriffen ukrainischer Drohnen auf zivile Passagier- und Linienbusse in Russland, wiederholt auch mit Toten und Verletzten. Nachfolgend einige der bisherigen Vorfälle dieser Art:
- Am 17. September 2024 detonierte eine ukrainische Drohne an der Seite eines regulären Linienbusses im Stadtzentrum von Gorlowka in der Volksrepublik Donezk. Dabei wurden fünf Fahrgäste, darunter drei Kinder verletzt.
- Ebenfalls in Gorlowka schlug am 3. September 2025 eine ukrainische Drohne in das Dach eines fahrenden Linienbusses ein. Dabei wurde eine Zivilisten in dem Bus getötet, fünf weitere Zivilisten wurden verletzt.
- Am 03. Juni 2026 attackierte eine ukrainische Drohne in Jenakijewo im Donbass einen Linienbus im Überlandverkehr, der von Moskau aus auf die Krim unterwegs war. Acht Fahrgäste des Busses wurden dabei getötet, elf verletzt.
- Am 17. Juni 2026 traf in der Region Brjansk ein gezielter ukrainischer UAV-Angriff einen Reisebus mit 44 Insassen (darunter 28 Kinderfußballer der Jugendsportschule Nr. 2 aus Rechiza, Belarus). Dabei wurde eine weißrussische Begleiterin, die Ehefrau des Trainers der Mannschaft getötet, die zudem schwanger war. 7 Menschen, darunter 5 minderjährige Kinder der Fußballschule wurden verletzt, eines der Kinder schwer.
- Am 2. Juli 2026 griff die ukrainische Armee zum zweiten Mal einen Reisebus aus Weißrussland in der Region Brjansk an. Der Bus beförderte Fahrgäste auf der Strecke aus Minsk über Gomel in Weißrussland nach Anapa an Russlands Schwarzmeerküste und hatte für die Grenzkontrolle angehalten, als die Drohne frontal in ihn einschlug. Zwei Busfahrer und ein Fahrgast erlitten Verletzungen.
- Am 20. Juli 2026 traf ein gezielter ukrainischer Drohnenangriff einen vollbesetzten Linienbus im städtischen Nahverkehr der Stadt Schebekino im Gebiet Belgorod. Fünf Fahrgäste (vier Frauen und ein 17-jähriger Jugendlicher) wurden getötet, es gab 23 Verletzte.
- Am 28. Juli 2026 um 7:20 Uhr Ortszeit attackierte eine Drohne den Linienbus Nr. 109 auf der Schebekino-Trasse, Region Belgorod, im Berufsverkehr. Der Fahrer hatte das Fahrzeug nach einer Luftwarnung gestoppt, um Fahrgäste aussteigen zu lassen, kurz bevor der Treffer erfolgte. 19 Menschen wurden dabei verletzt.
- Am 28. Oktober 2026 wurde ein Linienbus im Stadtgebiet von Schebekino von einer Drohne attackiert. Die Opferzahl stieg im Tagesverlauf nach Nachmeldungen des regionalen Einsatzstabs auf fünf an.
- Am 4. November 2026 landete eine ukrainische Drohne einen direkten Treffer gegen einen Passagierbus in Gorlowka. Dabei wurden zwei Fahrgäste verletzt.
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