Russland

Nach US-Warnung vor Terrorangriff in Moskau – ein Jugendlicher festgenommen

Angesichts der US-Informationen über einen geplanten Terrorangriff in Moskau haben die russischen Sicherheitsbehörden einen Jugendlichen festgenommen. Er soll in den sozialen Medien Fotos von einem waffenähnlichen Gegenstand veröffentlicht haben.

Nach der US-Warnung vor einem Terrorangriff im Moskauer Zarizyno-Park haben die russischen Behörden eine Untersuchung eingeleitet. Laut einer Pressemitteilung des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) wurden zum Schutz der Bürger die geplanten Kultur- und Massenveranstaltungen abgesagt und die Sicherheitsmaßnahmen in der Umgebung des Parks verstärkt.

Im Zuge der Ermittlungen nahmen die Behörden einen minderjährigen russischen Staatsbürger fest. Der Junge habe im sozialen Netzwerk TikTok Fotoaufnahmen von sich selbst in taktischer Kleidung, mit Sturmhaube, Schirmmütze, Brille und Gehörschutz sowie mit einem Gegenstand in der Hand gepostet, der einer automatischen Waffe ähnele. Außerdem sollen die Ermittler Fotos aus dem Zarizyno-Park entdeckt haben, die mit der Bildunterschrift "I found a place" (deutsch: "Ich habe einen Ort gefunden") versehen worden seien.

Am Wohnort des Festgenommenen seien die oben genannten Kleidungsstücke und Zubehörteile aufgefunden worden. Auf den Kommunikationsgeräten sollen die FSB-Mitarbeiter ein TikTok-Konto untersucht haben, über das der Verdächtige Drohungen verbreitet habe. Zudem habe er einen neonazistischen Kanal im Messenger-Dienst Telegram abonniert und Informationen zu zahlreichen verübten Terroranschlägen, Massenmorden und anderen Gewalttaten gesucht.

Das russische Ermittlungskomitee erwäge derzeit eine prozessuale Entscheidung. Der FSB bedanke sich bei den US-Sicherheitsdiensten für die bereitgestellten Informationen.

Mehr zum Thema – FSB: USA warnten Moskau vor Vorbereitung eines Terroranschlags

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