Skelett in Pompeji ausgegraben: Mann überlebte ersten Ausbruch und wurde von Steinblock zerquetscht
Archäologen haben bei den neuen Ausgrabungen in Pompeji ein Skelett eines Mannes entdeckt. Er war anscheinend auf der Flucht vor der Vulkanasche, als er von einem 300 Kilogramm schwerer Steinblock erschlagen wurde - darauf deuten erste Untersuchungen seines Skeletts hin, das italienische Archäologen in der Ruinenstätte bei Neapel gefunden haben. Der Brustkorb und der Schädel des Mannes war von dem Steinquader zerquetscht worden.
Skelett in Pompeji ausgegraben: Mann überlebte ersten Ausbruch und wurde von Steinblock zerquetscht
Nach ersten Untersuchungen der Wissenschaftler handelte es sich um einen erwachsenen Mann von mehr als 30 Jahren. Verletzungen in Höhe der Schienbeine deuteten an, dass er an einer Knochenentzündung litt und deshalb gehbehindert war. Deshalb habe er bei den ersten Anzeichen der Vulkaneruption wohl nicht schnell genug fliehen können. Eine mächtige Gas- und Aschewolke habe ihn rücklings umgeworfen, dann sei der Steinblock - womöglich ein Türpfosten - auf ihn gefallen.
Die Stadt Pompeji am Südwestrand Neapels war zusammen mit mehreren Nachbarorten beim Ausbruch des Vesuvs vor 1939 Jahren unter Asche begraben - und weitgehend konserviert - worden. Ausgrabungen begannen schon im 18. Jahrhundert, doch auch im 21. gibt es immer noch Neues zu entdecken. Die Welterbestätte zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen an. (dpa / RT Deutsch)
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