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Mittelmeer: Migranten vor libyscher Küste von deutschem Segelboot gerettet

Die Besatzung der "Ocean Viking" hat gestern Abend 34 Migranten auf einem deutschen Segelboot vor der libyschen Küste aufgelesen. Da die Wetterbedingungen aufgrund eines Gewitters schlecht waren, wurden sie an Bord der "Ocean Viking", das die Organisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée betreiben, gebracht.
Mittelmeer: Migranten vor libyscher Küste von deutschem Segelboot gerettet

Das deutsche Segelboot "Josefa" operiert für die NGO RESQSHIP, die von Ingo Werth, einem privatem Seenotretter aus Hamburg, gegründet wurde. Werth war auch Mitbegründer der Seenotrettungsorganisation Seawatch.

Die Crew der "Josefa" hatte die 22 Männer, sechs Frauen und ein Kleinkind gestern vor der libyschen Küste auf einem Gummiboot, dessen Motor kaputt war, aufgelesen.

Am Montagabend hatte die "Josefa"-Crew wegen der schlechten Wetterbedingungen den Notstand ausgerufen. Etwa 65 Seemeilen vor der libyschen Küste nahm die "Ocean Viking" dann die Migranten von der "Josefa" auf.

Zuvor befanden sich bereits 50 Migranten, zwölf davon minderjährig, auf der "Ocean Viking". Die Crew möchte nun einen sicheren Hafen anfahren. Sie hat bereits die Zuweisung eines sicheren Hafens beantragt. Bislang kam allerdings keine Antwort.

Italien hatte sich, unter Innenminister Salvini, bis zuletzt quergestellt, seine Häfen für Migranten zu öffnen, und so "illegale Migration und Menschenschlepper zu unterstützen". Nun, wo die neue Regierung in Italien steht und Salvini durch Luciana Lamorgese ersetzt wurde, ist unklar, ob die Häfen wieder geöffnet werden. 

Dem deutschen Schiff "Alan Kurdi", auf dem sich noch fünf Migranten befinden, hatte Italien unter der neuen Regierung bereits die Einfahrt verboten.

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