Mittelmeer: Migranten vor libyscher Küste von deutschem Segelboot gerettet
Das deutsche Segelboot "Josefa" operiert für die NGO RESQSHIP, die von Ingo Werth, einem privatem Seenotretter aus Hamburg, gegründet wurde. Werth war auch Mitbegründer der Seenotrettungsorganisation Seawatch.
Die Crew der "Josefa" hatte die 22 Männer, sechs Frauen und ein Kleinkind gestern vor der libyschen Küste auf einem Gummiboot, dessen Motor kaputt war, aufgelesen.
Am Montagabend hatte die "Josefa"-Crew wegen der schlechten Wetterbedingungen den Notstand ausgerufen. Etwa 65 Seemeilen vor der libyschen Küste nahm die "Ocean Viking" dann die Migranten von der "Josefa" auf.
BREAKING: As weather conditions deteriorated rapidly, 34 people rescued by sail boat #Josefa have been safely transferred to #OceanViking, after the situation on their 14 meter vessel became one of emergency. A pregnant woman & 1 year old child are among those now safe. pic.twitter.com/8e8ngTIJjI
— MSF Sea (@MSF_Sea) 9. September 2019
Zuvor befanden sich bereits 50 Migranten, zwölf davon minderjährig, auf der "Ocean Viking". Die Crew möchte nun einen sicheren Hafen anfahren. Sie hat bereits die Zuweisung eines sicheren Hafens beantragt. Bislang kam allerdings keine Antwort.
Italien hatte sich, unter Innenminister Salvini, bis zuletzt quergestellt, seine Häfen für Migranten zu öffnen, und so "illegale Migration und Menschenschlepper zu unterstützen". Nun, wo die neue Regierung in Italien steht und Salvini durch Luciana Lamorgese ersetzt wurde, ist unklar, ob die Häfen wieder geöffnet werden.
Dem deutschen Schiff "Alan Kurdi", auf dem sich noch fünf Migranten befinden, hatte Italien unter der neuen Regierung bereits die Einfahrt verboten.
#Italy today, unfortunately, is very quick when it comes to rejecting aid for #AlanKurdipic.twitter.com/CgkxqQTdSM
— sea-eye (@seaeyeorg) 9. September 2019
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