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"Nächster Schlag geht gegen die Kirche" – Verbotene Talkshow geht nach Machtwechsel viral

Nach dem Wahlsieg der "Studentenliste" in Serbien mehren sich die Angriffe auf Vertreter und vermeintliche Unterstützer der früheren Regierung.

Gleich am Tag nach den Wahlen wurden die angeblich regimetreuen Sender "Informer TV" und "Pink" angegriffen, bei den staatlichen Sendern RTV und RTS wurde die Führung ausgetauscht, und der Sender "TV Prva" weigerte sich, eine bereits aufgezeichnete Folge der beliebten Talkshow "Ćirilica" auszustrahlen. Die Macher der Talkshow haben die Folge in Eigenregie auf YouTube hochgeladen, wo sie derzeit viral geht.

Zu Gast war auch der von den USA sanktionierte, frühere Minister diverser Ressorts Aleksandar Vulin, der aus dem Nähkästchen plauderte und vor möglichen Folgen des Machtwechsels warnte. Der nächste schwere Schlag wird sich gegen die Serbisch-Orthodoxe Kirche richten, prophezeit er. "Denn wir Serben haben noch aus jener Zeit des Osmanischen Reiches die Erfahrung, dass wir zwar keinen Staat haben, aber eine Kirche", betont Vulin.

Wenn man den Serben ihre Kirche nimmt, nimmt man ihnen eine tragende Säule ihrer Identität. "Warum gehen unsere Leute nicht in die Georgisch-Orthodoxe Kirche? Warum beten sie nicht in der Russisch-Orthodoxen Kirche? Was fehlt dort? Was ist der theologische Unterschied? Nichts. Aber er möchte Serbe sein und in der Serbisch-Orthodoxen Kirche bleiben."

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