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Fico: EU streicht Zobelpelze von Sanktionslisten, aber wir dürfen kein russisches Gas kaufen

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat bei einer Pressekonferenz am Montag, dem 19. Oktober 2026, die Vorwürfe wegen der Energiebeziehungen zu Russland entschieden zurückgewiesen. Dabei verwies er auf die Tatsache, dass auch die USA und die EU weiterhin russisches Flüssigerdgas und Dieselkraftstoff beziehen.

"Betrachten wir die Angelegenheit außerdem unter dem Gesichtspunkt, dass Russland heute der zweitgrößte Lieferant von Flüssigerdgas für Europa ist. Die westeuropäischen Länder kaufen russisches Flüssigerdgas, als würden sie dafür bezahlt werden. Und ausgerechnet uns erzählen sie, dass die geringen Mengen an Gas, die wir bezogen haben, beziehungsweise noch bis 2027 beziehen, sowie unsere Ölimporte angeblich den gesamten russischen Krieg finanzieren würden", betonte Fico.

Der slowakische Regierungschef verwies zudem auf den Handel mit russischen Zobelpelzen. Die EU-Kommission hatte auf Druck der Pelzindustrie russische Zobelpelze am 24. Juli 2026 von dem betreffenden EU-Einfuhrverbot ausgenommen. Fico warf die Frage auf, weshalb wohlhabende europäische Verbraucher weiterhin von Handelsbeziehungen mit Moskau profitieren dürften, während die Slowakei dafür kritisiert werde, Öl, Gas und Kernbrennstoffe aus Russland zu beziehen, die für die Sicherstellung der Energieversorgung des Landes unverzichtbar seien.

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