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"EU soll für eigene Worte und Taten Verantwortung tragen" – Lawrow zur Flüchtlingskrise

Am Dienstag hielt der russische Außenminister Sergei Lawrow eine Pressekonferenz in Moskau ab. Der russische Außenminister sprach sich zum Thema Migrationskrise aus. Lawrow forderte die EU-Länder auf, in der Migrationskrise an der Grenze zwischen Weißrussland, Polen und Litauen nicht mit zweierlei Maß zu messen.

Lawrow sagte: "Man kann nicht unterschiedliche Ansätze und Standards auf Italien und Polen beispielsweise anwenden, wenn in Brüssel darüber beraten wird, wie sich Warschau und Rom gegenüber Migrantenströmen verhalten sollen, die in Richtung dieser Länder unterwegs sind. Ebenso sollten die Länder, aus denen Flüchtlinge in die Europäische Union eintreffen, gleich betrachtet und entsprechend angegangen werden."

Lawrow erinnerte daran, dass die EU, als die Flüchtlinge aus der Türkei kamen, Geld bereitstellte, damit sie in der Türkei bleiben konnten. Er fragte sich, warum den Weißrussen, die auch bestimmte Bedürfnisse haben, nicht geholfen werden kann, damit die Flüchtlinge, die Litauen und Polen nicht auf ihr Gebiet lassen wollen, irgendwie unter normalen Bedingungen leben können. Der Leiter des russischen Außenministeriums betonte: "Diese Leute wollen nicht in Weißrussland bleiben, sie wollen nicht in der Türkei bleiben, sie wollen nach Europa, genau in jenes Europa, das jahrelang für seine Lebensweise geworben und sie propagiert hat. Man sollte also für seine eigenen Worte und Taten Verantwortung tragen."

Lawrow erklärte, die Ursachen dieser Krise lägen in der Politik, die die NATO- und EU-Länder seit vielen Jahren gegenüber dem Nahen Osten und Nordafrika verfolgten und versuchten, ihnen ein besseres Leben, die Demokratie nach westlichem Verständnis, aufzuzwingen. Laut Lawrow liege die Hauptverantwortung für eine notwendige Einigung nun bei denjenigen, die die Bedingungen für den Ausbruch der Krise geschaffen haben, nämlich den EU- und NATO-Ländern.

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