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Bericht des britischen Verteidigungsministeriums: Russischer Einfluss nimmt weltweit zu

Zum sechsten Mal veröffentlichte das britische Verteidigungsministerium einen Bericht zu den globalen strategischen Trends. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Russland gelegt. In Nordafrika, dem Nahen Osten und der Arktis breite Russland seinen Einfluss aus.
Bericht des britischen Verteidigungsministeriums: Russischer Einfluss nimmt weltweit zuQuelle: Reuters © Ilya Naymushin

Für die nationale Sicherheit Großbritanniens gilt Russland als "primäre strategische Bedrohung". Russland würde aggressives Verhalten mit neuer hybrider Kriegsführung verbinden und dabei die konventionellen und nuklearen Fähigkeiten ausweiten. Mit der Hilfe von Softpower, Propaganda und auch militärischer Stärke würde Russland versuchen, seinen internationalen Einfluss auszubauen, so der Vorwurf gegen Russland, der aus dem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums herauszulesen ist: 

Es ist wahrscheinlich, dass Russland eine multipolare Weltordnung anstrebt, mit Russland als einen der Führer. Es könnte versuchen, einen Ausgleich mit den Vereinigten Staaten zu erlangen, indem es den weltweiten Einfluss der USA reduziert und seinen eigenen erhöht. 

Von hoher Wichtigkeit sei für Russland weiterhin die Region Asia-Pazifik, denn hierin gingen 60 Prozent der Waffenverkäufe. Mit Pakistan gäbe es in Zukunft ein neues strategisches Engagement der Russischen Föderation. Der Handel kommerzieller und militärischer Produkte mit China und Indien würde weiter ausgebaut, die Präsenz in der Arktis fortgeführt und auch die Antarktis ins Visier genommen. 

Den Ambitionen Russlands, so wird im Bericht behauptet, stünden jedoch die Zahl fehlender Rekruten, ausgelöst durch einen Rückgang der jungen Generation, entgegen. Antriebsfaktoren der globalen Machtausweitung seien die Terrorgefahr innerhalb Russlands und inländische Unruhen, verursacht durch eine schlechte wirtschaftliche Situation. 

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