
Iran stuft britische Luftwaffe und Marine als Terrororganisationen ein

Irans Nationaler Sicherheitsrat hat die Luft- und Seestreitkräfte Großbritanniens als Terrororganisationen und den britischen Auslandsgeheimdienst als feindliche Gruppierung eingestuft. In einer entsprechenden Mitteilung gab das iranische Außenministerium bekannt, dass diese Maßnahme als Reaktion auf Londons feindselige Aktionen ergriffen wurde.

Als Begründung führt Teheran an, dass Großbritannien seine Militärstützpunkte für die Angriffe der USA und Israels gegen Iran bereitgestellt habe. Zudem sei die Einstufung der Islamischen Revolutionsgarde als Terrororganisation durch London am 13. Juli des laufenden Jahres berücksichtigt worden. Die britische Luftwaffe und Marine fallen demnach unter das iranische Gesetz über Gegenmaßnahmen, das nach der Einstufung der Revolutionsgarde als Terrororganisation durch die USA verabschiedet wurde.
Der MI6 werde von Anhang 2 zu Artikel 1 des iranischen Gesetzes "über die Verschärfung der Strafen für Spionage und Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime und feindlichen Staaten gegen die nationale Sicherheit und die Interessen" erfasst, so die Mitteilung weiter. Teheran betonte, die Verantwortung für die Folgen der Anwendung dieser Einstufungen liege bei der britischen Regierung.
Zuvor hatte Irans Oberhaupt Modschtaba Chamenei am 31. Oktober die Streitkräfte des Landes angewiesen, auf sämtliche Bedrohungen "ohne geographische Einschränkungen" zu reagieren.
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