
Russischer Konzernchef: Bei kaltem Winter steigt Gaspreis in Europa über 2.000 Dollar

Der Vorstandsvorsitzende des russischen Energiekonzerns Gazprom Alexei Miller prognostiziert für den kommenden Winter einen drastischen Anstieg der Gaspreise in Europa. In einem auf Telegram veröffentlichten Post stellt Miller fest, die Preise hätten bereits im Oktober bei 1.200 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter gelegen, obwohl westliche Experten diesen Wert erst für den Höhepunkt des Verbrauchs in der Herbst- und Wintersaison erwartet hätten.
Außerdem wies der Konzernchef auf die rekordverdächtig niedrigen Werte bei der Gaseinspeicherung in einer Reihe europäischer Länder hin. Insbesondere in Deutschland, dem größten Verbraucher Europas, seien die Gasspeicher nur zu 61,6 Prozent gefüllt, betont Miller.
Und weiter:
"Es ist zu erwarten, dass der Gaspreis in Europa im Falle eines kalten Winters in der Zeit der Spitzenbelastung 2.500 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter erreichen wird."

Die Preise auf dem europäischen Gasmarkt würden langfristig hoch bleiben, stellte der Gazprom-Spitze zuvor fest. Er merkte auch an, dass ausländische Experten sowohl das Ausmaß als auch die Verzögerungszeit bei den Faktoren unterschätzten, die den europäischen Gaspreis beeinflussen würden.
Am Mittwoch stiegen die Gaspreise in Europa erstmals seit dem 21. Dezember 2022 über die Marke von 1.150 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter. Bloomberg führte den Preisanstieg auf die niedrigen Brennstoffreserven sowie auf die Notwendigkeit für europäische Länder zurück, um Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) zu konkurrieren.
Miller hatte am 16. Oktober mitgeteilt, der Füllstand der europäischen Gasspeicher befinde sich mit 74,1 Prozent auf einem rekordniedrigen Stand für die Zeit um die Monatsmitte.
Darüber hinaus hatte er darauf hingewiesen, dass die EU-Länder bereits von der Gaseinspeicherung zur Gasentnahme übergegangen waren, wobei immer weniger Zeit für die Vorbereitung auf den Winter bleibe.
Mehr zum Thema ‒ Europa will Gasspeicher vor Kälteeinbruch auffüllen: Zu hohen Preisen
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.