Großbritanniens Verteidigungsminister Wes Streeting schwört sein Land erneut auf Krieg ein und bezeichnet die Vorbereitung darauf als "höchste Priorität". Laut einer Meldung des britischen Radiosenders LBC vom 25. Oktober behauptete Streeting:
"Der Wille unserer Gegner, uns zu schaden, ist nicht neu. Was sich geändert hat, sind ihre Fähigkeiten. Bis 2030 könnten ihre Stärke und Kriegswirtschaft ihnen die Möglichkeit zum Angriff geben."
Streeting leitete daraus eine Frist für Kriegsvorbereitungen ab:
"Das gibt uns knapp über 1.000 Tage, um unsere Mission zu erfüllen: um mit unseren Verbündeten zu kämpfen und zu gewinnen. Die Regierung wird sicherstellen, dass diese Mission erfüllt wird."
Streetings Warnungen folgten dem Start der britischen Kampagne, in deren Rahmen der Bevölkerung zur Anlage von Vorräten an Lebensmitteln, Trinkwasser und Decken geraten wird. Als potenzieller Gegner wird wenig überraschend Russland angegeben.
Streeting klagte, dass die britische Armee ihre kleinste Stärke nach den Napoleonischen Kriegen habe. Gleichzeitig versicherte er, bis zum Jahr 2030 die Militärausgaben auf drei Prozent des BIP zu erhöhen. Bis 2035 solle der Wert von 3,5 Prozent erreicht werden. Streeting weiter:
"Das Publikum will, dass wir mehr tun und mehr investieren."
Unmittelbar darauf räumte der Minister ein, dass die Steigerung der Militärausgaben mit Kürzungen in anderen Bereichen einhergehen.
Bereits in der Vergangenheit hatten mehrere westliche Politiker Behauptungen aufgestellt, wonach Russland angeblich plane, die NATO im Jahr 2029 oder 2030 anzugreifen. So kündigte der ehemalige britische Armeechef General Patrick Sanders im vergangenen Jahr an, dass Großbritannien weniger, als fünf Jahre für die Vorbereitung bis zu einem Zusammenstoß mit Russland habe. Auch der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Alexus Grynkewich, der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, rechnen mit einem angeblichen russischen Angriff im Jahr 2029.
Mehr zum Thema – Ist die "Theorie des Sieges" der NATO ein Rezept für eine Katastrophe?