Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee greift gegnerische Energie- und Verkehrsinfrastruktur an

28.10.2026 12:44 Uhr
12:44 Uhr
Panzer zerstören Anlagen ukrainischer Armee im Raum Dnjepropetrowsk (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Panzerbesatzungen des Truppenverbands Ost im Einsatz. Sie setzten laut der Behörde in Moskau gegnerische Ziele im Gebiet Dnjepropetrowsk mit T-80BW-Panzern außer Gefecht.
12:05 Uhr
Außenministerium: Moskau hofft auf Beseitigung der Ursachen des Ukraine-Konflikts durch Dialog mit USA
Moskau führe derzeit einen "engen und intensiven Dialog" mit Washington zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine, erklärt der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow in einem Gespräch mit TASS.
"Wir setzen darauf, dass die Bemühungen des US-Präsidenten und seines Teams – insbesondere im Hinblick auf die Ukraine – den Zeitpunkt näherbringen werden, an dem wir konkret über die Einleitung einer nachhaltigen, verlässlichen und dauerhaften Beilegung sprechen können."
Moskau hoffe, dass eine solche Lösung Russlands grundlegende Interessen garantieren und es ermöglichen werde, jene Probleme zu lösen, die die Hauptursachen des Konflikts bildeten, betont der Diplomat.
11:28 Uhr
Frontbericht: Russische Armee greift gegnerische Energie- und Verkehrsinfrastruktur an

Sergei Bobylew / Sputnik Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.160 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 195 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär sechs Autos.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär etwa 240 Kämpfer. Zusätzlich setzten die russischen Soldaten ein gepanzertes Kampffahrzeug, 15 Autos, zwei Feldartilleriegeschütze, einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad und sechs Stationen für elektronische Kampfführung außer Gefecht.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd büßten die ukrainischen Streitkräfte mehr als 155 Kämpfer ein. Zudem wurden zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 31 Autos und drei Artilleriegeschütze getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte erlitten die Kiewer Truppen einen Verlust von mehr als 335 Kämpfern. Überdies setzte die russische Armee neun gepanzerte Kampffahrzeuge, zehn Autos und zwei Stationen für elektronische Kampfführung außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Streitkräfte Verluste von mehr als 215 Soldaten hinnehmen. Ferner zerstörte das russische Militär in diesem Operationsbereich zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Autos und ein Artilleriegeschütz.
Die Verluste der ukrainischen Armee im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr beliefen sich auf etwa 20 Soldaten. Außerdem wurden fünf Autos und eine Station für elektronische Kampfführung zerstört.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Objekte der Energie- und Verkehrsinfrastruktur, die von den ukrainischen Truppen genutzt werden, Munitionslager sowie Produktionsstätten und Lager für Drohnen angegriffen.
Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner wurden in 142 Bezirken ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte schossen zwei Langstreckenraketen vom Typ Neptun und 617 Starrflüglerdrohnen ab.
Seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 674 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 273.040 unbemannte Luftfahrzeuge, 672 Flugabwehrraketensysteme, 31.439 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.794 Mehrfachraketenwerfer, 36.830 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 75.823 militärische Spezialfahrzeuge außer Gefecht gesetzt.
11:10 Uhr
Gebiet Kursk: Binnen 24 Stunden drei Zivilisten verletzt
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, hat der Gegner binnen 24 Stunden 39 Geschosse auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte hätten 168 ukrainische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Siebenmal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Chinstein meldet drei Verletzte. Zu Schaden seien eine Tankstelle, sechs Busse, ein Pkw, Energieanlagen und ein Verwaltungsgebäude gekommen.
10:29 Uhr
Russlands Menschenrechtsbeauftragte meldet keine Verstöße gegen Waffenruhe in Aljoschki
Seit Dienstag, als die Waffenruhe in der Stadt in Aljoschki im Gebiet Cherson in Kraft trat, habe Russland keine Verstöße verzeichnet. Dies teilt die Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa auf Telegram mit.
"Während der 30-stündigen Waffenruhe in Aljoschki wurden keine Zwischenfälle registriert."
Sie fügt hinzu, dass sie mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmitri Lubinez in Kontakt stehe und gemeinsam mit ihm die Umsetzung der Vereinbarungen koordiniere.
Die Ombudsfrau dankt insbesondere der First Lady der USA, Melania Trump, für die persönliche Unterstützung der humanitären Mission und die Hilfe für die Bewohner der Stadt.
Laut Lantratowa soll die Feuerpause bis 22:59 Uhr Moskauer Zeit am 1. November gelten.
09:47 Uhr
Medien: Von der Leyens Vertrauter könnte EU-Delegation bei Friedensgesprächen in Abu Dhabi leiten
Die EU-Kommission und der EU-Rat beschäftigten sich nun damit, ein gemeinsames Team aus hochrangigen Beamten zusammenzustellen, das an der nächsten Gesprächsrunde über die Ukraine teilnehmen soll. Dies berichtet Euronews. Das Treffen werde voraussichtlich Anfang November in Abu Dhabi stattfinden. Das genaue Datum sei noch nicht festgelegt worden.
Wie es heißt, könnte Björn Seibert, "der einflussreiche Kabinettschef von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen", die EU-Delegation leiten, so Euronews. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte:
"Wir setzen uns entschlossen dafür ein, nicht nur den Krieg zu beenden, sondern einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen. Das ist unser Ziel, und diesen Standpunkt verteidigen wir in den laufenden Gesprächen."
Euronews merkt an, dass Brüssel nun offen seine Absicht zum Ausdruck bringe, die bevorstehenden Verhandlungen in einem multilateralen Format zu führen – unter Beteiligung von Europäern, Ukrainern, Amerikanern und Russen. Bislang hätten im Rahmen des Friedensprozesses bilaterale Treffen zwischen Moskau und Washington oder dreiseitige Verhandlungen unter Beteiligung Kiews stattgefunden.
09:08 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden ein Toter und vier Verletzte
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, ist ein Zivilist infolge ukrainischer Angriffe ums Leben gekommen. Vier Personen seien verletzt worden. Der Zustand von zwei der Verwundeten werde von Medizinern als schwer eingestuft.
Insgesamt seien 15 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet sechsmal mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern beschossen. Zudem habe der Gegner elfmal Sprengsätze mittels Drohnen abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 212 Drohnen abgeschossen worden, fügt Schuwajew hinzu.
08:35 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 500 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 531 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Orjol, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tambow, Tula und der Region Moskau zerstört.
07:54 Uhr
Trump erwartet baldiges Treffen mit Putin und Selenskij

US-Präsident Donald TrumpAlex Wong/Getty Images US-Präsident Donald Trump erklärte, er rechne damit, in naher Zukunft ein Treffen mit seinen Amtskollegen aus Russland und der Ukraine – Wladimir Putin und Wladimir Selenskij – abzuhalten. Bei einem Briefing mit Journalisten auf der Militärbasis Andrews bei Washington sagte er:
"Ich glaube, was Russland und die Ukraine angeht, machen wir große Fortschritte. Es wird sehr bald ein Treffen stattfinden, und ich denke, es wurden bereits große Fortschritte erzielt."
Auf die Nachfrage von Journalisten, mit wem das Treffen geplant sei, antwortete Trump:
"Mit Präsident Putin und mit Präsident Selenskij."
07:17 Uhr
Medien: Gespräch Putins mit Stubb und Støre treibt Keil in Europa
Das jüngste Telefonat des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem finnischen Amtskollegen Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre hat "einen Keil in die Reihen der europäischen Unterstützer der Ukraine" getrieben. Dies berichtet die britische Zeitung The Daily Telegraph.
Europäische Politiker hätten Stubb und Støre der Kritik unterworfen, weil diese auf eigene Faust Gespräche mit Putin geführt hatten, "die letztlich nur dem Kreml nützen", so das Blatt.
"Andere europäische Staats- und Regierungschefs kritisierten das Vorgehen als einen 'Alleingang' ohne europäischen Konsens."
Das Telefongespräch vom Dienstag sei vor dem Hintergrund der EU-Bemühungen geführt worden, ein einheitliches Team von Unterhändlern für Verhandlungen mit Moskau zu bilden, merkt die Zeitung an.
Ein an dem Prozess beteiligter europäischer Beamter sagte gegenüber The Daily Telegraph, dass ohne eine Einigung die Gefahr bestehe, dass die Staats- und Regierungschefs "von allen Seiten und ohne klare europäische Position" Kontakt zu Putin aufnehmen würden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

