Liveticker Ukraine-Krieg: Trump erwartet baldiges Treffen mit Putin und Selenskij

28.10.2026 11:10 Uhr
11:10 Uhr
Gebiet Kursk: Binnen 24 Stunden drei Zivilisten verletzt
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, hat der Gegner binnen 24 Stunden 39 Geschosse auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte hätten 168 ukrainische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Siebenmal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Chinstein meldet drei Verletzte. Zu Schaden seien eine Tankstelle, sechs Busse, ein Pkw, Energieanlagen und ein Verwaltungsgebäude gekommen.
10:29 Uhr
Russlands Menschenrechtsbeauftragte meldet keine Verstöße gegen Waffenruhe in Aljoschki
Seit Dienstag, als die Waffenruhe in der Stadt in Aljoschki im Gebiet Cherson in Kraft trat, habe Russland keine Verstöße verzeichnet. Dies teilt die Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa auf Telegram mit.
"Während der 30-stündigen Waffenruhe in Aljoschki wurden keine Zwischenfälle registriert."
Sie fügt hinzu, dass sie mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmitri Lubinez in Kontakt stehe und gemeinsam mit ihm die Umsetzung der Vereinbarungen koordiniere.
Die Ombudsfrau dankt insbesondere der First Lady der USA, Melania Trump, für die persönliche Unterstützung der humanitären Mission und die Hilfe für die Bewohner der Stadt.
Laut Lantratowa soll die Feuerpause bis 22:59 Uhr Moskauer Zeit am 1. November gelten.
09:47 Uhr
Medien: Von der Leyens Vertrauter könnte EU-Delegation bei Friedensgesprächen in Abu Dhabi leiten
Die EU-Kommission und der EU-Rat beschäftigten sich nun damit, ein gemeinsames Team aus hochrangigen Beamten zusammenzustellen, das an der nächsten Gesprächsrunde über die Ukraine teilnehmen soll. Dies berichtet Euronews. Das Treffen werde voraussichtlich Anfang November in Abu Dhabi stattfinden. Das genaue Datum sei noch nicht festgelegt worden.
Wie es heißt, könnte Björn Seibert, "der einflussreiche Kabinettschef von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen", die EU-Delegation leiten, so Euronews. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte:
"Wir setzen uns entschlossen dafür ein, nicht nur den Krieg zu beenden, sondern einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen. Das ist unser Ziel, und diesen Standpunkt verteidigen wir in den laufenden Gesprächen."
Euronews merkt an, dass Brüssel nun offen seine Absicht zum Ausdruck bringe, die bevorstehenden Verhandlungen in einem multilateralen Format zu führen – unter Beteiligung von Europäern, Ukrainern, Amerikanern und Russen. Bislang hätten im Rahmen des Friedensprozesses bilaterale Treffen zwischen Moskau und Washington oder dreiseitige Verhandlungen unter Beteiligung Kiews stattgefunden.
09:08 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden ein Toter und vier Verletzte
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, ist ein Zivilist infolge ukrainischer Angriffe ums Leben gekommen. Vier Personen seien verletzt worden. Der Zustand von zwei der Verwundeten werde von Medizinern als schwer eingestuft.
Insgesamt seien 15 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet sechsmal mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern beschossen. Zudem habe der Gegner elfmal Sprengsätze mittels Drohnen abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 212 Drohnen abgeschossen worden, fügt Schuwajew hinzu.
08:35 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 500 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 531 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipezk, Orjol, Rostow, Rjasan, Smolensk, Tambow, Tula und der Region Moskau zerstört.
07:54 Uhr
Trump erwartet baldiges Treffen mit Putin und Selenskij

US-Präsident Donald TrumpAlex Wong/Getty Images US-Präsident Donald Trump erklärte, er rechne damit, in naher Zukunft ein Treffen mit seinen Amtskollegen aus Russland und der Ukraine – Wladimir Putin und Wladimir Selenskij – abzuhalten. Bei einem Briefing mit Journalisten auf der Militärbasis Andrews bei Washington sagte er:
"Ich glaube, was Russland und die Ukraine angeht, machen wir große Fortschritte. Es wird sehr bald ein Treffen stattfinden, und ich denke, es wurden bereits große Fortschritte erzielt."
Auf die Nachfrage von Journalisten, mit wem das Treffen geplant sei, antwortete Trump:
"Mit Präsident Putin und mit Präsident Selenskij."
07:17 Uhr
Medien: Gespräch Putins mit Stubb und Støre treibt Keil in Europa
Das jüngste Telefonat des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem finnischen Amtskollegen Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre hat "einen Keil in die Reihen der europäischen Unterstützer der Ukraine" getrieben. Dies berichtet die britische Zeitung The Daily Telegraph.
Europäische Politiker hätten Stubb und Støre der Kritik unterworfen, weil diese auf eigene Faust Gespräche mit Putin geführt hatten, "die letztlich nur dem Kreml nützen", so das Blatt.
"Andere europäische Staats- und Regierungschefs kritisierten das Vorgehen als einen 'Alleingang' ohne europäischen Konsens."
Das Telefongespräch vom Dienstag sei vor dem Hintergrund der EU-Bemühungen geführt worden, ein einheitliches Team von Unterhändlern für Verhandlungen mit Moskau zu bilden, merkt die Zeitung an.
Ein an dem Prozess beteiligter europäischer Beamter sagte gegenüber The Daily Telegraph, dass ohne eine Einigung die Gefahr bestehe, dass die Staats- und Regierungschefs "von allen Seiten und ohne klare europäische Position" Kontakt zu Putin aufnehmen würden.
06:31 Uhr
Truppenverband Nord neutralisiert mehr als 50 ukrainische Kämpfer
Die Einheiten des russischen Truppenverbands Nord hätten in der vergangenen Nacht 54 ukrainische Soldaten neutralisiert. Dies teilt die Pressestelle des Truppenverbands gegenüber TASS mit. Durch den Einsatz von Artillerie und Mehrfachraketenwerfern seien dabei 15 Drohnenleitstellen und zehn Geländefahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte zerstört worden.
Zudem hätten die diensthabenden Luftabwehrkräfte des Verbands in der Nacht insgesamt 197 gegnerische Drohnen abgeschossen, die in Richtung der russischen Grenzregionen geflogen waren.
27.10.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:45 Uhr
FT: Nicht-EU-Verbündete der Ukraine sagen für 2027 fünfmal weniger Hilfe zu
Die Verbündeten der Ukraine, die nicht der EU angehören, haben für das Jahr 2027 deutlich weniger Mittel zur Unterstützung des Landes zugesagt als für 2026. Das berichtet die britische Zeitung Financial Times (FT) unter Berufung auf eine Prognose der Europäischen Kommission.
Demnach haben die Partner Kiews außerhalb der EU für 2027 lediglich vier Milliarden Euro in Aussicht gestellt, nach 19 Milliarden Euro im Jahr 2026. Die Mittel sind somit fast fünfmal geringer. Deshalb würden Beamte der Kommission andere Unterstützungsoptionen prüfen, darunter die gemeinsame Ausgabe von Schuldtiteln. Zudem übe Brüssel Druck unter anderem auf London, Tokio und Ottawa aus, um Gelder für die Ukraine zu mobilisieren, so die FT.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
