
30 Jahre nach Ramstein-Tragödie: Überlebende gedenken der Opfer

Vier US-Amerikaner und 70 Deutsche kamen bei der Ramstein-Flugshow in der Pfalz am 28. August 1988 ums Leben, 100 Menschen wurden verletzt. Kurt und Laurie Shaffer hatten gerade geheiratet als sich das Unglück auf der Ramstein-Basis der Vereinigten Staaten ereignete.
Damals kamen circa 300.000 Besucher, um die Flugshow zu bestaunen.
Zum Ende der Flugshow kam es, bei der wegen ihrer Kunstfertigkeiten viel gefeierten italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori mit 10 Aermacchi MB-339A Flugzeugen, zu einem Zusammenstoß. Drei Maschinen stürzten in 50 Meter Höhe rund 300 Meter vor dem Publikum gegen 15:44 ab, eines der Flugzeuge rutsche brennend in das Publikum.

Kurt Shaffer kam mit leichten Verletzungen davon, Laurie überlebte mit Verbrennungen dritten Grades. Zum ersten Mal seit ihrer Rückkehr in die USA kamen sie nach Ramstein, um der Tragödie zu gedenken. Mehr als 100 Überlebende kamen zum Jubiläum nach Ramstein und gedachten der Opfer in einem Gottesdienst.
Für mich geht es um Schließung des Kapitels. Ich bin seit dem Tag nicht wieder hergekommen. Wieder in Rammstein zu sein und dies zu erleben, ist irgendwie bitter und süß zugleich.
Kritik an Rettungsmaßnahmen
Nach der Tragödie wurden die Sicherheitsmaßnahmen für Flugshows verschärft und die Ersthilfe verbessert. Kritik gab es an den Rettungsmaßnahmen, denn die US-Militärs versperrten zunächst den Weg auf den Stützpunkt. Sie folgten den US-Vorschriften, wonach Verletzte so schnell wie möglich abtransportiert werden sollten und nicht zunächst, wie in Deutschland üblich, vor Ort versorgt werden sollen. Zudem brach der Funkverkehr zwischen den Rettungseinheiten zusammen.
Zur Gedenkveranstaltung kamen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und Bernhard Vogel (CDU). Die Reste der abgestürzten Maschinen befinden sich im italienischen Luftfahrtmuseum in Rimini.
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