
INSA-Umfrage: Neuer Negativrekord für Friedrich Merz – AfD kann nicht durchstarten

Die Unzufriedenheit der Deutschen mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen neuen historischen Höchststand erreicht. Das ergibt sich aus der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA, die das Springerblatt Bild am Sonnabend veröffentlicht hat.
Noch nie erhielten Merz und seine Regierung so schlechte Bewertungen wie jetzt: 82 Prozent aller Befragten laut INSA sind mit der Arbeit des Bundeskanzlers unzufrieden. Im Vergleich zur letzten Umfrage Anfang Oktober stieg der Unzufriedenheitswert um gleich zwei Prozentpunkte. Nur noch 13 Prozent der Deutschen bewerten die Arbeit des von Merz geführten Kabinetts positiv. Allerdings war die Zustimmung zum Bundeskanzler persönlich in Meinungsumfragen anderer Institute im Oktober bereits geringer: zehn bzw. elf Prozent.

Als Grund für den Rückgang der Zustimmungswerte der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD sehen die Meinungsforscher den Rückgang des Wohlstands der Bürger. So gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sich ihre Lage unter der aktuellen Bundesregierung verschlechtert habe.
Bei der Sonntagsfrage stagnieren die Parteien auf den schon aus früheren Umfragen bekannten Werten. Den Unionsparteien CDU und CSU würden aktuell 19 Prozent der Befragten ihre Stimme geben, wenn die Bundestagswahl jetzt stattfinden würde. Der Umfragewert des Koalitionspartners SPD liegt seit Wochen bei 14 Prozent.
Die größte Oppositionspartei AfD kann ihren Höhenflug nicht weiter ausbauen und verharrt bei in INSA-Umfragen schon im Juni erreichten 29 Prozent. Im Oktober kam sie in mehreren Umfragen bereits auf 30 Prozent, konnte den Aufwärtstrend jedoch nicht verstetigen. Der Niedergang der Unionsparteien kommt bei einem Vergleich mit Umfragewerten vom Sommer derzeit vor allem den Grünen, der FDP und der SPD zugute, die gegenüber ihren jeweiligen Tiefstständen im Juni jeweils zwei Prozent hinzugewinnen konnten.
Die Grünen würden aktuell 15 Prozent der Befragten wählen, Die Linke zehn Prozent und die FDP fünf Prozent. Das BSW käme mit drei Prozent nicht in den Bundestag.
Die Umfrage wurde vom 2. bis 6. November unter 1.204 Personen durchgeführt. Die statistische Fehlermarge beträgt plus/minus 2,9 Prozent.
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