Rheinmetall: Kurs um 16 Prozent gefallen

Am Morgen war der Kursverlust sogar noch deutlicher und lag bei mehr als 17 Prozent. Im Jahresverlauf hat sich der Kurs mit den Verlusten von heute bereits mehr als halbiert – obwohl nach wie vor Aufrüstung und Ukraine die Politik bestimmen.

Der Höchstkurs vom 19. Januar liegt lange zurück – damals hatte Rheinmetall einen Kurs von 1.966 Euro erreicht. Aktuell sind es gerade noch 818,70 Euro.

Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Tatsache, dass Ankündigungen von Rüstungsaufträgen noch keine Rüstungsaufträge sind. Nach Angaben der Rheinischen Post ist der Auslöser des heutigen Absturzes vor allem ein Auftrag der Bundeswehr für 1.800 Boxer-Radpanzer, die Rheinmetall bauen soll. Wider Erwarten wird der Auftrag wohl in diesem Jahr nicht mehr erteilt werden. Damit fehlen zwölf Milliarden kalkulierter Umsatz, zu denen noch weitere vier Milliarden für einen Servicevertrag kämen. Im aktuellen Jahr fehlen die eingeplanten Anzahlungen dafür.

Das genügte, um den Kurs zu drücken, obwohl der Umsatz in den ersten neun Monaten um 38 Prozent gestiegen ist. Allerdings waren die Erwartungen, die auch von der Bundesregierung mit der Billionenschuld geweckt wurden, nun einmal größer, und die Umsetzung in konkrete Arbeitsaufträge erfolgt wesentlich langsamer, als damals angenommen wurde. Deshalb werden diese Erwartungen, die sich im Rekordkurs vom Januar widerspiegelten, nun schrittweise wieder zurückgenommen. Die Prognose lautete einmal auf einen Umsatz zwischen 13,7 und 14,2 Milliarden Euro und wurde nun auf 13,2 Milliarden korrigiert, wobei die Marge des Ertrags vor Steuern von 19 auf 18,5 Prozent gesenkt wurde.

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