Liveticker Gen-Z-Protesttag – Teilnehmerzahlen geringer als erwartet

31.10.2026 15:22 Uhr
15:22 Uhr
Frankfurt: Zwei Demosaufzüge werden zusammengelegt
Nach dem für den heutigen Tag gleich zwei Demonstrationen von der Initiative "Generation Aufbruch" und dem Bündnis "Generation Z regelt" angemeldet waren, die ursprünglich zeitversetzt starten sollten, wurde am Ende um 14 Uhr nur ein gemeinsamer Aufzug gestartet.
Die Polizei spricht aktuell von 2.500 Anwesenden. Auch hier ging die Initiative laut Webseite von rund 14.000 Teilnehmern aus.
15:00 Uhr
Rund 2.000 Demonstranten in Leipzig
Auch in Dresden und Leipzig haben Demonstrationen der Initiative "Gen Z regelt" pünktlich begonnen. In Dresden versammelten sich nach Beobachtungen von dpa-Reportern demnach "mehrere Hundert Menschen", in Leipzig knapp 2.000 Teilnehmer.
Es werden laut Agenturmeldung unter anderem Schilder mit den Aufschriften "Vergesellschaftet den Reichtum" oder "Merz muss weg" gezeigt.14:35 Uhr
Protest im Berliner Regierungsviertel beginnt
In der Hauptstadt startete ebenfalls pünktlich um 14 Uhr die offizielle Gen-Z-Kundgebung vor dem Brandenburger Tor.
Bisher hätten sich laut Journalisten vor Ort "schätzungsweise ein paar tausend Menschen" als Teilnehmer des Protestes eingefunden. Ein Sprecher gab dabei die Zahl "von circa 4.200 Teilnehmern" an.
Bis zu den hier "angemeldeten" 12.000 Unterstützern sei es daher "noch ein weiter Weg". Die zweite angemeldete Demonstration beginnt erst um 17:30 Uhr, wird laut Polizei dabei "als mutmaßlich gefährlicher" eingeschätzt, da Randale befürchtet werden.
Laut dem Tagesspiegel-Reporter vor Ort ergab sich im Vorfeld des Demostarts folgende Situation:
"Mittendrin im 'Gen Z'-Protest am Brandenburger Tor in Berlin: 'Omas gegen Rechts', die sich solidarisch mit den Anliegen der Jugend zeigen. Dahinter sagt ein Teenager zu einem Freund: 'Ich wusste, dass das hier tot ist.'"
Berliner „Gen Z“-Protest. 4200 Teilnehmer aktuell, sagt die Polizei. Und: „alles friedlich, keine Vorfälle.“ Passt zu meinen Beobachtungen. Viel Palästina, viel Antifa, Regenbogen und viel „ganz Berlin hasst die AfD“. Doch deutlich weniger Teilnehmer als angemeldet. #b3110 https://t.co/rTQ5w7sREG
— julius geiler (@glr_berlin) October 31, 202614:00 Uhr
Protestkundgebungen bislang mit geringer Teilnehmerzahl
Laut Medienberichten ist der Zulauf zu den Veranstaltungen bisher eher gering und verhalten.
So hätten sich in München auf dem Geschwister-Scholl-Platz gegen Mittag nur wenige Demonstranten versammelt. Auch in Münster verläuft der Start laut WDR eher ruhig. 200 Teilnehmer waren demnach hier angemeldet, "bisher sind nur wenige Demonstranten vor Ort".
Auch in Frankfurt/Main und Düsseldorf sei die Lage laut Agenturmeldung vor dem Beginn der Demonstration um 14 Uhr weiter entspannt.
In Hamburg setzte sich der Demo-Zug pünktlich in Bewegung. Hier sind laut Schätzungen rund 2. 000 Teilnehmer unterwegs, laut Webseite hatten sich in der Hansestadt mehr als 11.000 "angemeldet".
Der Bonner Hofgarten sei demnach "noch sehr leer". In Köln waren nach Angaben lokaler Medien mehr Polizisten als Demonstranten vor Ort, was sich jedoch zum Start hin dynamisierte. 15.000 Menschen wurden hier bei der Demo erwartet.
Jetzt wird's doch voller bei #GenZregelt in #Köln ziehen mehrere hundert bis tausend Menschen zum Versammlungsort an der Bastei. Darunter viele Pro-Palästina und Kapitalismuskritische Rufe. @tonline https://t.co/gs0acmzZkE
— Philip Buchen (@Philip_Buchen) October 31, 202613:46 Uhr
Protesttag ohne Beteiligung der Bundesschülerkonferenz
Die Bundesschülerkonferenz (BSK) schließt sich laut Erklärung dem heutigen Protesttag nicht an. Die Gründe lauten seitens der stellvertretenden Generalsekretärin Lilli Berthold im Gespräch mit dem WDR:
"Wir wollen die Protestaktion erstmal beobachten. Die Anliegen von 'Gen Z regelt' gehen weit über den bildungspolitischen Horizont hinaus".
Dafür sei die Bundessschülerkonferenz nicht gewählt worden. Berthold kritisierte demnach gleichzeitig, dass es "für die Meinungen und die Positionen, die die Jugendlichen auf die Straße bringen wollen, delegitimierend" sei, "wenn man ihnen von vornherein ein extrem hohes Gewaltpotenzial oder eine Gewaltbereitschaft zustecken möchte".
Hinsichtlich der Dynamik der noch jungen Organisation lautet die Einschätzung, dass "es erst eine Etablierung von 'Gen Z regelt' braucht", so Berthold im WDR-Gespräch.
13:33 Uhr
Polizeiliche Vorgaben und Verbote
In allen teilnehmenden Städten, in denen die Gen-Z-Demonstrationen stattfinden, ist laut Agenturmeldungen mit starken Verkehrsbehinderungen durch Straßensperrungen zu rechnen.
Zudem gelten demnach laut Behördeninformation für die Teilnehmer verschiedene Auflagen. So wären unter anderem "Pyrotechnik, Glasflaschen und Alkohol verboten".
Laut dem WDR hätte der NRW-Verfassungsschutz erklärt, dass "auch Akteure aus dem linksextremistischen Spektrum für die Proteste mobilisieren". Dem Sender zufolge gebe es jedoch bisher keine Hinweise auf diesbezügliche Dynamiken.
Die Berliner Polizei stellt sich laut dem rbb angesichts der Protestaufrufe zu aktuell zwei Demonstrationen für den 31. Oktober auf einen Großeinsatz in der Hauptstadt ein. Die offizielle Hauptveranstaltung wird dabei am Brandenburger Tor stattfinden.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachte laut Agenturmeldung seit Tagen, ob linksextremistische Gruppen die Jugendproteste unterwandern und für ihre Zwecke mobil machen.
13:20 Uhr
Bundesweit soll es in 34 Städten Gen-Z-Demonstrationen geben
Die heutigen Proteste richten sich laut den verantwortlichen Veranstaltern vordergründig gegen "marode Schulen, hohe Lebenshaltungskosten und den Wehrdienst". In dem Aufruf heißt es:
"Wir sind junge Menschen, die nicht länger zusehen wollen, wie ohne uns über unsere Zukunft entschieden wird."
Mittlerweile erklären die Gen-Z-Initiatoren laut der Webseite, dass sie nur noch bei vier Großveranstaltungen "hauptverantwortlich betreuend" vor Ort wären, so in Köln, Frankfurt, München und Berlin.
Die anderen auf einer Grafik erwähnten Städte würden im Ablauf von Veranstaltern betreut, die "sich der Initiative angeschlossen haben" und für die "wir nicht für Inhalt und Organisation zuständig sind", so die Mitteilung.
Von einzelnen Veranstaltungen, die sich ebenfalls auf "Gen Z regelt" berufen hätten, grenzt sich die Gruppierung daher ab. In sozialen Medien gebe es zahlreiche Posts und Kanäle mit Bezug auf die Initiative, die aber nicht in ihrem Namen sprächen würden.
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