Deutschland

Letzter stellvertretender DDR-Generalstaatsanwalt: Schluss mit Sanktionen gegen Russland

Der Jurist Hans Bauer ist der letzte stellvertretende Generalstaatsanwalt der DDR und Vorsitzender der Gesellschaft für Rechtliche und Humanitäre Unterstützung. Die GRH verurteilt die neuen Sanktionen gegen Russland. Sie zerstörten die letzten Brücken zwischen Deutschland und Russland.
Letzter stellvertretender DDR-Generalstaatsanwalt: Schluss mit Sanktionen gegen Russland© Felicitas Rabe

Die Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung (GRH) wurde 1993 gegründet. Die Mitglieder engagieren sich nach eigenen Angaben "gegen politische Strafverfolgung und Kriminalisierung von DDR-Bürgern, für Rehabilitierung, Gerechtigkeit und historische Wahrheit". Vorstandsvorsitzender ist der ehemalige stellvertretende Generalstaatsanwalt der DDR, Hans Bauer.

Der Jurist veröffentlichte am Mittwoch, dem 2. September, die Erklärung der GRH "Schluss mit den Provokationen und Sanktionen gegen Russland!". Deutschland handle mit den Sanktionen sowohl gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung als auch gegen internationale Verpflichtungen, heißt es in dem Schreiben. RT DE veröffentlicht die Erklärung im Wortlaut.

Von Hans Bauer,
letzter stellvertretender Generalstaatsanwalt der DDR

Erklärung der GRH – Schluss mit den Provokationen und Sanktionen gegen Russland!

Am 1. September 1939 begann das faschistische Deutschland unter Vortäuschung falscher Tatsachen mit dem Überfall auf den Sender Gleiwitz den Zweiten Weltkrieg. Am 1. September 2026, dem Weltfriedenstag, verhängte das imperialistische Deutschland mit falscher Schuldzuweisung neue feindselige Sanktionen gegen die Russische Föderation. Ein Zufall? Oder ein beunruhigendes Echo der Geschichte?

Mit einer "Gefahr aus dem Osten", einer Bedrohungslüge, wird das Volk auf einen Krieg gegen Russland vorbereitet. Zur "Beweisführung" dafür ist jedes Mittel der Provokation recht. Obgleich die russische Führung mehrfach glaubhaft versicherte – und die Fakten dies stützen –, dass keine Angriffsabsichten gegenüber NATO-Staaten bestehen. Auch nicht gegenüber Deutschland.

Die Schließung des Russischen Hauses, des Bonner Generalkonsulats und weitere "Strafmaßnahmen" betreffen nicht nur Russland. Sie betreffen uns alle. Sie zerstören die letzten verbliebenen Brücken zwischen unseren Ländern – Kultur, Wissenschaft, Bildung und menschliche Begegnung.

Mit ihrer Entscheidung handelt Deutschlands Regierung gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung, gegen ihre historische Verantwortung, ihren Amtseid im Grundgesetz und internationale Verpflichtungen.

Sie verursacht eine weitere Verschärfung in den deutsch-russischen Beziehungen und vertieft die Gräben zwischen unseren beiden Völkern und Staaten.

Wir verurteilen diese Maßnahmen zutiefst.
Wir fordern die sofortige Aufhebung aller gegen Russland verhängten Sanktionen.

In dem Bemühen um friedliche und gut nachbarschaftliche Beziehungen versichern wir Russland unsere Solidarität. Russland ist nicht unser Feind! Frieden und Freundschaft mit Russland!

Berlin, am 2. September 2026

Für den Vorstand
Hans Bauer, Vorsitzender

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