Deutschland

Rekord an der Zapfsäule: Benzinpreis knackt Allzeithoch

Der Benzinpreis erreicht in Deutschland ein historisches Rekordhoch. Auch Diesel ist mit 2,299 Euro je Liter extrem teuer – die Folgen des gestiegenen Ölpreises treiben die Inflation weiter an.
Rekord an der Zapfsäule: Benzinpreis knackt Allzeithoch

Benzin war am Mittwoch im Tagesdurchschnitt so teuer wie noch nie. Wie der Autoklub ADAC am Donnerstag mitteilte, stieg der Preis für Super E10 auf durchschnittlich 2,215 Euro je Liter. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem März 2022 von 2,203 Euro je Liter übertroffen. Das berichtet FAZ am Donnerstag.

Noch teurer war Diesel mit durchschnittlich 2,299 Euro je Liter. Das ist ungewöhnlich, da Dieselkraftstoff wegen der niedrigeren Besteuerung normalerweise günstiger ist als Benzin. Allerdings wird ein größerer Teil des in Deutschland verbrauchten Diesels als fertiger Kraftstoff importiert. Dadurch reagiert der Dieselpreis stärker auf geopolitische Entwicklungen als der Benzinpreis. Für Diesel wurde am Mittwoch dennoch kein Rekordpreis erreicht: Im April war der Kraftstoff noch teurer.

Kraftstoffe sind derzeit der wichtigste Treiber der Inflation, die im Euroraum im August 3,3 Prozent erreichte. Innerhalb eines Jahres verteuerte sich Benzin im August um 24 Prozent, Diesel sogar um 35,6 Prozent.

Auch Heizöl trieb die Inflation zuletzt an, während die Gaspreise für Verbraucher keinen vergleichbaren Effekt hatten. Heizöl kostete am Donnerstag nach Angaben der Plattform Heizoel24, an die rund 500 Ölhändler ihre Preise melden, durchschnittlich 149 Euro je 100 Liter. Ein historischer Höchststand war das jedoch nicht.

Der Preis für Rohöl ist zuletzt wieder deutlich gestiegen. Am Donnerstag notierte er bei rund 95 Dollar je Barrel (Fass zu 159 Litern) für die Nordseesorte Brent. Das sind rund acht Prozent mehr als in der Vorwoche.

Nach Angaben des Automobilclubs von Deutschland (AvD) gehört Deutschland inzwischen zu den Ländern mit den höchsten Spritpreisen in Europa. Beim Benzin liegt Deutschland demnach auf Platz drei hinter Dänemark und den Niederlanden, beim Diesel auf Platz vier hinter der Schweiz, den Niederlanden und Finnland. Während der Tankrabatt-Phase hatte Deutschland im europäischen Vergleich noch deutlich weiter hinten gelegen.

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