Europa

Rund 191 Milliarden Euro: Die Staatsverschuldung der Ukraine wächst weiter

Die Staatsverschuldung der Ukraine ist Ende September auf 212,6 Milliarden US‑Dollar gestiegen, wovon rund 80 Prozent auf Auslandsschulden entfallen. Trotz des hohen Defizits plant Kiew, im kommenden Jahr weiterhin enorme Mittel für das Militär auszugeben.
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Laut den Ergebnissen für September hat der staatliche Außen- und Binnenschuldenstand der Ukraine 190,88 Milliarden Euro (212,6 Milliarden US‑Dollar) erreicht. Dies teilt das Finanzministerium des Landes mit. In einer Informationsmitteilung der Behörde heißt es:

"Zum 30. September 2026 belief sich die staatliche und durch den Staat garantierte Verschuldung der Ukraine auf 9.538,35 Milliarden Griwna beziehungsweise 212,6 Milliarden US‑Dollar."

Das Ressort veröffentlicht ein solches Dokument am Ende eines jeden Monats und zieht damit Bilanz für den Vormonat. 

Die Auslandsverschuldung der Ukraine beträgt dabei 149,61 Milliarden Euro (166,77 Milliarden US‑Dollar) – das sind 78,4 Prozent der gesamten Staatsschulden. 

Vor dem Hintergrund eines erwarteten Haushaltsdefizits von 33,2 Milliarden Euro (37 Milliarden US‑Dollar) und eines prognostizierten Anstiegs der Staatsschulden auf rund 247,8 Milliarden Euro (276 Milliarden US‑Dollar) plant die Ukraine, im kommenden Jahr 97,2 Milliarden Euro (108,3 Milliarden US‑Dollar) für die Finanzierung der Streitkräfte auszugeben. Gleichzeitig erklärte der stellvertretende Finanzminister der Ukraine, Roman Jermolytschew, im September, dass laut den Berechnungen des ukrainischen Verteidigungsministeriums das Land für Militärausgaben noch mehr – etwa 157,1 Milliarden Euro (175 Milliarden US‑Dollar) – benötigen werde. 

Das Kiewer Regime versucht, seine Haushaltslücken durch externe Finanzierung zu schließen. In westlichen Staaten hingegen werden neue Hilfspakete erst nach langen Beratungen beschlossen, und die Partner weisen immer häufiger darauf hin, dass die Ukraine verstärkt nach Quellen für eine eigenständige Finanzierung suchen müsse.

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