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Blockade im Gebiet Cherson: Ukrainisches Militär hält Zivilisten als Geiseln

Ein Abgeordneter eines russischen Gebietsparlaments hat die Lage in der frontnahen Stadt Aljoschki in mit den Gräueltaten der ukrainischen Streitkräfte in Butscha verglichen. Die Einwohner der Stadt werden vom ukrainischen Militär gleichsam als Geiseln gehalten und terrorisiert.
Blockade im Gebiet Cherson: Ukrainisches Militär hält Zivilisten als Geiseln© Soziale Medien

Einwohner der Stadt Aljoschki in Russlands Gebiet Cherson seien Geiseln der "ukrainischen Soldateska", erklärte Wladimir Poljakow, ein Abgeordneter des Volksrates der russischen Volksrepublik Lugansk, am 22. Oktober 2026. Er verglich die Blockade der Ortschaft durch die ukrainischen Streitkräfte mit den Gräueltaten ukrainischer Truppen in Butscha im Gebiet Kiew im Jahr 2022, zu Beginn der erneuten heißen Phase des Ukraine-Konflikts. Er erklärte einem Korrespondenten der russischen Nachrichtenagentur TASS Folgendes:

"Wir haben bereits Situationen wie diese erlebt, etwa bei Kiew in Butscha: Nachdem unsere Truppen das Gebiet im Rahmen von Vereinbarungen geräumt hatten (Vereinbarungen, die eigentlich schon vor zwei Jahren zu Frieden und einem blockfreien Status der Ukraine hätten führen sollen), haben ukrainische Truppen dort einen Teil der Bevölkerung regelrecht niedergemetzelt und das gesamte Gebiet mit Leichen übersät.

Aljoschki bleibt durch eine totale Blockade seitens der Ukraine sowie durch den Einsatz von Langstreckendrohnen und Systemen zur Fernverminung isoliert.

Leider sind die Menschen dort derzeit Geiseln des ukrainischen Militärs – eines Regimes, das unserer Ansicht nach ein absolut unmenschliches, nazistisches Regime ist."

Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin, bezeichnete die humanitäre Lage in Aljoschki bereits am 21. September als kritisch. Aufgrund von Beschuss und Drohnenangriffen durch Kiew sei es unmöglich, Lebensmittel oder Medikamente in den Ort zu liefern. Er fügte dem hinzu, dass Russlands Streitkräfte daran arbeiten, die humanitäre Krise in der Stadt zu bewältigen.

Am 30. März 2022 hatten sich die russischen Streitkräfte – vor dem Hintergrund von Verhandlungen mit der Ukraine in Istanbul – aus dem Gebiet um Kiew zurückgezogen, unter anderem auch aus dem erwähnten Butscha. Am 31. März bestätigte der Leiter der örtlichen Verwaltung dies vor laufenden Kameras. Einige Tage später veröffentlichte das westliche Fernsehen Aufnahmen, auf denen – im Gegensatz zu einer früheren Aufnahme – zu sehen ist, dass auf den Straßen Leichen von Menschen liegen, die angeblich von russischen Militärangehörigen getötet worden seien. In Russland wurde im Zusammenhang mit dieser Provokation ein Strafverfahren wegen der wissentlichen Verbreitung falscher Informationen über die russischen Streitkräfte eingeleitet.

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