Nahost

Kirchenmassaker in Jordanien: Sicherheitskräfte verhaften Verdächtige

Vier Tage nach dem blutigen Massaker während einer christlichen Trauerfeier haben die jordanischen Behörden einen Fahndungserfolg zu vermelden: Spezialteams gelang es, drei Tatverdächtige festzunehmen. Bei dem Anschlag auf eine Kirche im Gebiet Al-Karak waren neun Menschen getötet worden.
Kirchenmassaker in Jordanien: Sicherheitskräfte verhaften Verdächtige© Jordan Public Security/facebook

Wie der arabischsprachige Sender Al Jazeera unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Jordanien in Sachen Aufklärung des Kirchenmassakers vom vergangenen Freitag einen Fahndungserfolg zu verzeichnen. Bei dem mit Schusswaffen ausgeführten Überfall auf eine griechisch-orthodoxe Kirche waren am vergangenen Freitag neun Teilnehmer einer christlichen Trauerfeier ums Leben gekommen.

Die Generaldirektion für Öffentliche Sicherheit in dem Haschemitischen Königreich erklärte heute Morgen auf ihren Social-Media-Plattformen, dass es den jordanischen Sicherheitskräften gelungen sei, drei mutmaßliche Terroristen festzunehmen. Es habe einen Schusswechsel gegeben, bei dem die Tatverdächtigen Verletzungen davongetragen hätten. Die Polizisten, die die Verhaftung durchgeführt hätten, seien unverletzt geblieben.

Den Verlautbarungen der Sicherheitsbehörde zufolge hatte die Razzia im Morgengrauen im Gouvernement Al-Karak stattgefunden, also in derselben Provinz, in der auch das Massaker verübt worden war. Koordinierte Sonderermittlungs- und Einsatzteams haben demnach die Region durchkämmt und die Tatverdächtigen in einem verlassenen Haus entdeckt, in welchem sie sich verschanzt hatten.

Die mutmaßlichen Terroristen hätten sich geweigert, sich zu ergeben und das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet. Daraufhin habe das Festnahme-Kommando mit dem Einsatz begonnen und die verwundeten Beschuldigten festgenommen. Bei der anschließenden Durchsuchung des verlassenen Hauses seien eine Reihe von Schusswaffen und Ausrüstung sichergestellt worden.

Die Behörde betont in ihrer Stellungnahme, dass Terrorismus keinen Platz im Haschemitischen Königreich haben dürfe. Die Sicherheitskräfte seien stets auf der Hut und würden "mit eiserner Hand, ohne Gnade und ohne Nachsicht gegen jeden vorgehen, der versucht, die Sicherheit Jordaniens und das Wohlergehen seiner Bürger zu gefährden."

Laut Informationen der oben genannten Medien handelt es sich bei den Festgenommenen um zwei Brüder und deren Schwager. Diese Information hatte Generalmajor Abdullah Al-Maaytah, Direktor der öffentlichen Sicherheit, bei einer Pressekonferenz veröffentlicht.

Eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld der jordanischen Regierung teilte Al Jazeera mit, dass die mutmaßlichen Terroristen bei dem Schusswechsel mit den Polizeieinheiten schwere Verletzungen erlitten hätten. Einer der Verdächtigen befinde sich in einem kritischen Zustand. Das Feuergefecht habe drei Stunden gedauert.

König Abdullah von Jordanien würdigte die Leistung der Einsatzkräfte. Auf seinem X-Konto schrieb der Monarch am Vormittag:

"Da sind die Tapferen, die sie bis in ihre Verstecke verfolgt haben. Wir sagten: 'Die Terroristen werden ihrer Strafe nicht entkommen, und kein Mensch, der zwischen einem Jordanier und einem anderen Jordanier unterscheidet, wird davonkommen.' Möge Allah den Märtyrern Barmherzigkeit erweisen, die Verwundeten heilen und unser Vaterland und unser Volk vor allem Bösen und Unheil bewahren."

Mehr zum Thema – Massaker in Äthiopien: 47 orthodoxe Christen getötet

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.