Nordkorea setzt russisches Fischerboot fest - Russische Diplomaten arbeiten an Freigabe
Russische Diplomaten arbeiten daran, die Situation um ein russisches Fischerboot zu lösen, das letzte Woche von Nordkorea festgehalten wurde. Die Diplomaten hätten die Schiffsbesatzung bereits besuchen können, teilte ein Vertreter des russischen Außenministeriums in der fernöstlichen Stadt Wladiwostok gegenüber der Nachrichtenagentur TASS am Mittwoch mit. Er erklärte:
Die Botschaft wurde am selben Tag [über die Inhaftierung] informiert. Diplomaten haben von Anfang an daran gearbeitet, das Problem zu lösen. Soweit ich weiß, haben sie es bereits geschafft, sich mit der Schiffsbesatzung zu treffen.
Er fügte hinzu, dass das Schiff nach seinen Informationen von den nordkoreanischen Grenzschutzbeamten festgehalten wurde. Es sollen 17 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen sein, zwei von ihnen sind südkoreanische Staatsbürger.
Medienberichten zufolge war das festgehaltene Schiff die in Russland registrierte "Xian Hai Lin 8", die sich im Besitz der Northeastern Fishing Company befindet. Das Schiff sei festgehalten worden, als es auf dem Weg in eine Fischereizone war. Es soll unter südkoreanischer Flagge gefahren und in nordkoreanische Hoheitsgewässer eingedrungen sein.
Zurzeit werde es von nordkoreanischen Grenzschutzbeamten inspiziert und könne danach in die Russische Föderation zurückkehren. Dies teilte ein Vertreter der nordkoreanischen Botschaft in Moskau am Mittwoch mit. Er sagte:
Das Schiff fuhr unter südkoreanischer Flagge. Der Kapitän gab zu, dass es sich um eine Verletzung der Hoheitsgewässer handelt. Jetzt führen unsere Grenzschutzbeamten eine Inspektion durch.
Der Vertreter der Botschaft wies darauf hin, dass das Schiff seiner Einschätzung nach angesichts der guten Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea im Anschluß an eine Inspektion nach Russland zurückkehren könne.
Das russische Schiff wurde in der Nacht zum 17. Juli festgehalten, nachdem es vom sükoreanischen Hafen Sokcho ins Japanischen Meer zur Krabbengewinnung aufgebrochen war. Nach Angaben von Vertretern des nordkoreanischen Außenministeriums wurde es aufgrund der Verletzung der Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen auf dem Territorium Nordkoreas festgehalten. Es befindet sich derzeit im Hafen von Wŏnsan.
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