Überlebende des tödlichen ukrainischen Drohnenangriffs auf die Bildungseinrichtung in Starobelsk im Mai haben gegenüber RT über die seelischen Narben gesprochen, die die Tragödie bei ihnen hinterlassen hat. Bei dem Angriff wurden 21 Schüler im Schlaf getötet.
Mehrere Wellen von Kamikaze-Drohnen trafen am 22. Mai das Wohnheim des Berufskollegs Starobelsk in der russischen Volksrepublik Lugansk. Das Gebäude stürzte infolge der Angriffe teilweise ein. Dabei wurden 21 Menschen getötet und 42 weitere verletzt, überwiegend Mädchen im Teenageralter, die sich zu Lehrerinnen ausbilden ließen. Ermittlern zufolge griff das ukrainische Militär anschließend auch die Rettungskräfte mit weiteren Drohnen an.
Zwanzig Schüler, die den Angriff auf das Wohnheim in jener Nacht überlebt hatten, kamen am Mittwoch auf Einladung der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa nach Moskau.
Lantratowa sprach mit den Schülern über ihre beruflichen Ziele und merkte an, dass sich einige von ihnen bereits ehrenamtlich in verschiedenen Projekten engagierten. Zudem stehe Überlebenden, die dort ein Praktikum absolvieren wollten, die Tür der Menschenrechtskommission offen. Die Beauftragte schenkte dem Berufskolleg einen Bus und den Schülern Tablets.
Im Gespräch mit RT berichtete eine Überlebende, wie sie in der Angriffsnacht im Keller Schutz gesucht hatte und schließlich "unter den Trümmern begraben" worden war. Wie auf "Autopilot" habe sie sich aus den Trümmern befreit und sei um ihr Leben gerannt. Nach dem tragischen Ereignis habe sie begonnen, "vor allem Angst zu haben, selbst vor dem leisesten Rascheln", erzählte die Schülerin.
"Besonders in der ersten Woche war es absolut furchtbar. Ich hatte vor jedem einzelnen lauten Geräusch Angst."
Eine weitere Schülerin schilderte gegenüber RT ähnliche anhaltende Traumafolgen:
"Nach dem Angriff hat mir jedes laute Geräusch Angst gemacht, selbst wenn nur etwas herunterfiel. Mein Herz begann sofort heftig zu rasen."
Lantratowa erklärte, der Angriff sei mit dem Geld westlicher Steuerzahler finanziert worden. Sie warf Kiews Unterstützern vor, die vom ukrainischen Militär begangene Gräueltat zu beschönigen. Kiew hat die Verantwortung für den Vorfall zurückgewiesen. Verschiedene ukrainische Amtsträger lieferten widersprüchliche Darstellungen des Massakers.
Präsident Wladimir Putin kündigte daraufhin eine "unausweichliche Bestrafung" für das Massaker von Starobelsk an. Wenige Tage später führte Russland einen seiner bislang größten Vergeltungsangriffe mit Drohnen und Raketen durch. Ziele waren ukrainische militärische Führungseinrichtungen, Luftwaffenstützpunkte und Betriebe der Rüstungsindustrie.
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