Financial Times: Schwarzes Meer ist die gefährlichste Schifffahrtsroute der Welt

Angesichts der Angriffe im Schwarzen Meer gilt die Region als gefährlichste Schifffahrtsroute der Welt, wird in der Zeitung "Financial Times" erklärt. Reedereien verwenden immer häufiger ältere Schiffe, deren Versicherung günstiger ist, und überdenken ihre Handelsaktivitäten.

Laut einem Bericht der Financial Times (FT) ist das Schwarze Meer zur gefährlichsten Schifffahrtsroute der Welt geworden. Nach Ansicht der Schiffseigner stelle die Schwarzmeerregion, ein wichtiger Korridor für Getreide- und Öllieferungen, inzwischen ein höheres Risiko für den Handel dar als der Persische Golf. Vor dem Hintergrund der wiederholten Angriffe setzten Reedereien vermehrt ältere Schiffe ein, um die Versicherungskosten zu verringern.

Reedereien würden derzeit ihre Handelsaktivitäten am Ankerplatz Sulina an der rumänischen Küste überprüfen, führte die FT aus. Laut Einschätzungen könnten die Kosten für eine Kriegsrisikoversicherung bis zu 15 Prozent vom Schätzwert des Schiffskörpers betragen. Das hieße, dass sie fast doppelt so hoch wie die Sätze für Schiffe im Persischen Golf seien.

Im Ergebnis setzten die Schiffseigner ältere Schiffe ein, deren Rümpfe einen geringeren Wert aufwiesen. Dabei könne es sich um bis zu 50 Jahre alte Schiffe handeln, die aufgrund ihres maroden Zustands kaum noch andere Transportmöglichkeiten böten. Dies sei nicht zuletzt auf das Risiko zurückzuführen, in europäischen Häfen festgehalten zu werden.

Im September hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärt, es sei nicht Russland, das die Angriffe im Schwarzen Meer begonnen habe. Vielmehr habe die Ukraine durch ihre Attacken auf russische Infrastruktur die "Büchse der Pandora" geöffnet. Zudem werde eine wesentliche Anzahl von Handelsschiffen für den Transport von Waffen, Munition und Treibstoff für die ukrainischen Streitkräfte verwendet, betonte Peskow.

Außenminister Sergei Lawrow bezeichnete das Vorgehen der Ukraine im Asowschen und Schwarzen Meer als "reinen Terrorismus". Es gehe lediglich darum, einzuschüchtern und Schaden anzurichten, was nicht einmal mehr Piraterie sei.

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