European Aquatics: "Wollen Großturniere bald wieder nach Russland holen"

Russland kehrt in den internationalen Sport zurück. Dafür spricht die Absicht des europäischen Schwimmverbandes, Wettkämpfe wieder in Russland auszutragen. Mehr noch: Länder, die russische Athleten diskriminieren wollen, werden keine internationalen Wettkämpfe ausrichten dürfen.

Auf Einladung des Vorsitzenden des Russischen Wassersportverbands, Dmitri Masepin, reiste der Chef von European Aquatics, António Silva, nach Russland. Dabei gab er eine Reihe von aufsehenerregenden Erklärungen ab, die diejenigen, die auf einen Ausschluss russischer Sportler von der internationalen Bühne hoffen, wohl kaum erfreuen werden. So versicherte Silva den Russen beispielsweise, dass internationale Wettkämpfe in naher Zukunft nach Russland zurückkehren könnten. Er betonte:

"Wir bei European Aquatics sind uns vollkommen bewusst, welche wichtige Rolle der russische Wassersport auf europäischer und weltweiter Ebene spielt. Wir bekennen uns uneingeschränkt zur Teilnahme russischer Sportler an unseren Wettkämpfen gemäß des Beschlusses von World Aquatics vom 30. April. Darüber hinaus beabsichtigen wir, in den kommenden Jahren große internationale Wettkämpfe nicht nur auf Erwachsenen-, sondern auch auf Juniorenebene nach Russland zurückzubringen."

European Aquatics werde auch die Rückkehr russischer Vertreter in die Fachausschüsse prüfen – alle Schiedsrichter aus Russland sind bereits für den Einsatz bei Wettkämpfen unter der Schirmherrschaft von European Aquatics zugelassen, so Silva weiter.

António Silva erklärte gegenüber Journalisten zudem, dass russischen Athleten auf jeden Fall Visa für die Länder ausgestellt werden, in denen die Wettkämpfe stattfänden. Länder, die zu diesem Schritt nicht bereit seien, würden von der Ausrichtung der Wettkämpfe ausgeschlossen. Der Europäische Schwimmverband habe mit den Gastgeberländern der Wettkämpfe bis zum Jahr 2028 eine Vereinbarung über die Erteilung von Visa an russische Sportler getroffen, betonte er. Und er hob gesondert hervor:

"Es besteht die Vereinbarung, dass alle Länder, die bis 2028 Wettkämpfe ausrichten, russischen Sportlern Visa erteilen werden. Wir werden keine Wettkämpfe in den Ländern veranstalten, in denen keine Visa ausgestellt werden."

Somit werden russische Schwimmer offiziell zur Teilnahme an internationalen Wettkämpfen zugelassen – mit Flagge, Hymne und derselben Behandlung wie alle anderen Sportler. Jedenfalls verspricht European Aquatics derzeit, dass es keinerlei Diskriminierung geben wird.

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