DRK beklagt Mangel an Blutkonserven in Norddeutschland

Das Deutsche Rote Kreuz schlägt Alarm: Der Vorrat an Blutkonserven in Norddeutschland ist unter eine kritische Grenze gesunken, die Zahl der Spender ist zu niedrig. Der Verband warnt vor möglichen Einschränkungen bei der Patientenversorgung.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beklagt einen Mangel an Blutkonserven in Norddeutschland. Wie der Blutspendedienst des DRK laut einem Bericht des NDR mitteilte, sei deren Anzahl unter die Grenze von 10.000 Konserven gesunken. Betroffen seien die Länder Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern.

Der Mangel lasse Auswirkungen auf Kliniken befürchten. Zwar seien Notfälle weiterhin abgedeckt, planbare Operationen könnten zudem verschoben werden. Diese Entwicklung sei angesichts der nahenden Erkältungszeit besorgniserregend, so ein DRK-Sprecher.

Die vergangenen Monate seien generell schwierig gewesen. So seien bereits während der Hitzewelle im Sommer viele Menschen nicht zum Blutspenden gegangen. Nun habe sich die Lage noch einmal zugespitzt. Der Sprecher sagte weiter: "Normal ist das nicht für diese Jahreszeit."

Die Vorräte wichtiger Blutgruppen wie 0 positiv, 0 negativ und B negativ reichten teilweise nur für zwei Tage. Deshalb ruft das Deutsche Rote Kreuz nun zum Blutspenden auf. Vor dem Hintergrund der Erkältungssaison weist der Verband darauf hin, dass Spender nach einem Infekt eine Woche warten müssen, bis sie wieder Blut spenden dürfen. Hatten sie Fieber, müssen bis zur nächsten Spende sogar vier Wochen vergangen sein.

Laut dem DRK fehlen auch in anderen Bundesländern Blutkonserven, etwa in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Um wieder ein sicheres Niveau zu erreichen, benötige man täglich etwa 3.000 Blutspenden.

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