Wie die Polizei Sachsen-Anhalt in einer heutigen Pressemitteilung (Nummer 269/2026) mitteilte, ereignete sich in der sachsen-anhaltischen Kreisstadt Burg im Jerichower Land eine Sachbeschädigung am örtlichen Sowjetischen Ehrenmal.
Der im Goethepark aufgestellte sowjetische Panzer vom Typ T-34 wurde der Polizei-Meldung zufolge mit einem Graffiti beschmiert. Die Schmierereien ereigneten sich nach Polizeiangaben im Zeitraum vom 15.10.2026 um 00:30 Uhr bis zum 16.10.2026 um 04:05 Uhr. Die Beschädigungen infolge von Graffiti-Schmierereien wurden im Rahmen einer turnusmäßigen Überprüfung entdeckt.
Demnach hatten bisher unbekannte Täter an den beiden hinteren Kettenschutzplatten des T-34 jeweils den Schriftzug "POKA" in schwarzer Farbe angebracht. Die nahezu identischen Schriftzüge haben die Größe von 28 x 86 beziehungsweise 26 x 80 Zentimetern. Die Vandalen benutzten für ihre Tat einen Permanentmarker. Die örtliche Polizei hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen.
Die Polizei Sachsen-Anhalt startet einen Zeugenaufruf und bittet Personen, denen im oben genannten Zeitraum im Bereich des Tatorts Verdächtiges aufgefallen ist oder die sonstige Hinweise zum Tatgeschehen oder zu den Tätern geben können, sich zu melden. Dies geschieht am besten beim Polizeirevier Jerichower Land unter der Telefonnummer 03921/920-0 per Email an levd.prev-jl@polizei.sachsen-anhalt.de.
Das Panzer-Denkmal stammt aus den 70er-Jahren und ist Teil eines unter Denkmalschutz stehenden Areals. Erst im Jahr 2018 wurde das Areal samt Ehrenmal im Zuge der Landesgartenschau sorgfältig restauriert. Der Panzer erinnert an die während des Zweiten Weltkriegs gefallenen Soldaten der Roten Armee und an den Sieg über den Faschismus. Auf den begleitenden Gedenktafeln wird der 539 namentlich bekannten sowjetischen Tote sowie 13 Namenloser gedacht.
Auf dem in der Nähe des Panzers gelegenen Ehrenfriedhof sind 369 sowjetische Bürger bestattet, die während der Kämpfe im Frühjahr 1945 in der Nähe von Burg gefallen waren. Auch Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion oder kriegsgefangene Rotarmisten sind dort bestattet. In späteren Friedenszeiten beerdigte die Sowjetarmee ihre Toten ebenfalls an diesem Ort.
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