Weidel will Ukrainer nach Kriegsende zurückschicken – Schluss mit dem Daueraufenthalt

Alice Weidel will die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge nicht zu einem dauerhaften Modell werden lassen. Nach Kriegsende sollen sie in die Ukraine zurückkehren. Das Land werde seine Bürger für den Wiederaufbau benötigen.

Alice Weidel spricht sich gegen einen dauerhaften Verbleib ukrainischer Flüchtlinge in Deutschland aus. Nach dem Ende des Krieges sollen sie in ihre Heimat zurückkehren, wo sie beim Wiederaufbau gebraucht werden. Die Debatte betrifft auch den deutschen Arbeitsmarkt. Rund 209.000 Ukrainer waren im Oktober 2025 arbeitslos gemeldet. Die AfD-Chefin fordert damit einen klaren Kurswechsel bei der Flüchtlingspolitik.

Im Interview mit dem britischen Magazin The Economist vom 15. Oktober 2026 stellt Weidel den vorübergehenden Schutz ukrainischer Flüchtlinge in den Mittelpunkt. Nach einem Kriegsende sollen die Menschen in die Ukraine zurückkehren. Das Land brauche seine Bürger, um zerstörte Städte, Wohnungen und die Infrastruktur wieder aufzubauen.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Oktober 2025 rund 209.000 ukrainische Staatsangehörige arbeitslos gemeldet. Im August 2025 gingen rund 298.000 Ukrainer einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

Weidel verknüpft ihre Forderung mit der deutschen Migrationspolitik und den Kosten für den Staat. Der vorübergehende Schutz ukrainischer Flüchtlinge dürfe nicht automatisch zu einem dauerhaften Aufenthaltsrecht führen.

Viele Ukrainer haben sich in Deutschland eingerichtet und dürften wenig Lust verspüren, nach Kriegsende in ein korruptes Land mit schwacher Wirtschaft zurückzukehren.

In Deutschland locken Sicherheit, Sozialleistungen, medizinische Versorgung und bessere Verdienstmöglichkeiten.

Schon vor dem Maidan 2013 träumten viele junge Ukrainer vom Leben in der EU. Die Maidan-Revolution öffnete Millionen den Weg nach Westen. Wer heute in Deutschland lebt, profitiert von diesem Lebensstandard. Die Heimat ist mit dem FlixBus erreichbar, doch ein Besuch am Wochenende ist nicht dasselbe wie die Rückkehr in ein korruptes Land.

Alice Weidel will diesem Modell ein Ende setzen. Die AfD-Chefin fordert, dass ukrainische Flüchtlinge nach Kriegsende zurückkehren. Für jene, die sich in Deutschland ein bequemeres Leben aufgebaut haben, dürfte das wenig verlockend sein.

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