Nürnberg: Iraner ersticht bulgarische Angestellte in Spielothek

In einer Nürnberger Spielothek ist am Sonntag eine Mitarbeiterin durch eine "Stichwaffe" getötet worden. Die Beamten konnten einen 45 Jahre alten Verdächtigen am Tatort festnehmen. Der Iraner wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Drei Tage nach der Ermordung eines Studenten mit einem Messer in Rheinland-Pfalz muss ein weiterer tödlicher Vorfall in der Jahresstatistik gelistet werden, dieses Mal aus Bayern. Nach dem tödlichen Messerangriff auf die Mitarbeiterin einer Spielhalle in Nürnberg soll heute im Laufe des Tages ein Ermittlungsrichter darüber entscheiden, ob der Festgenommene in Untersuchungshaft kommt. Der 45-jährige Iraner soll die 35-jährige Bulgarin nach einem Streit tödlich mit dem Messer verletzt haben.  

Die Angestellte wurde am Sonntag in einer Spielothek in der bayerischen Stadt Nürnberg umgebracht. Davor soll es laut Ermittlungsstand zu einem Streit mit einem Gast gekommen sein. Am Vormittag war ein Notruf bei der Einsatzzentrale eingegangen, woraufhin sich Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte auf den Weg in den Stadtteil Tafelhof zu der Spielhalle gemacht hatten. Vor Ort trafen sie laut einem Polizeisprecher "einen 45-jährigen Mann mit einem spitzen Gegenstand in der Hand an", wurde auf dem Sender Nordbayern berichtet.

Die Beamten konnten laut Medien "den mit dem Messer bewaffneten Verdächtigen in der Spielhalle überwältigen und festnehmen". Die Hintergründe der Tat sind weiterhin nicht geklärt. Aller Wahrscheinlichkeit nach sei es laut BR24-Informationen zwischen dem Spielothek-Besucher und der Angestellten zu einem eskalierenden Streit gekommen. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde umgehend ein Haftantrag gestellt.

Mehrere Zeugen seien bereits direkt nach der Tat am Sonntag befragt worden. Auf der Webseite inFranken.de war zu lesen, dass die Frau noch am Tatort trotz der Bemühungen der angeforderten Notärzte an ihren schweren Stichverletzungen gestorben war.

Medienberichten zufolge besitzt der festgenommene Verdächtige die iranische Staatsangehörigkeit und war Besucher der Spielothek. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte noch am Tattag einen Haftantrag. Die Nürnberger Mordkommission sowie die Spurensicherung der Nürnberger Kriminalpolizei haben in dem Fall die Ermittlungen übernommen, die aufgrund des unbekannten Mordgrunds weiter andauern.

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