Nackter Trump im EU-Parlament: So tief ist die Brüsseler Elite gesunken

Ein nackter Trump mit Golfschläger im EU-Parlament ist mehr als eine provokante Kunstaktion. Er steht für eine politische Kultur, in der die linke Elite lieber symbolische Gegner bekämpft, als über Interessen und Lösungen zu verhandeln. Die politischen und finanziellen Konsequenzen dieser Politik tragen am Ende jedoch nicht die Eliten in Brüssel, sondern die Bürger.

Von Hans-Ueli Läppli

Im Europäischen Parlament sitzt Donald Trump nackt auf dem Rücken eines kleinen Mannes. Vergoldet mit 23-karätigem Gold, 2,5 Meter hoch, den Golfschläger in der Hand.

Das ist keine Diplomatie. Das ist die politische Kultur einer linken Elite, die ihren Gegner lieber verspottet, als sich mit ihm auseinanderzusetzen.

Die Statue wurde von dem dänischen Künstler Jens Galschiøt geschaffen und von dem linken dänischen EU-Abgeordneten Per Clausen ins Parlament geholt. Dort soll sie Trump und seine Politik verspotten.

Ausgerechnet im Europäischen Parlament!

Jener Institution, die Europa gegenüber der Welt vertreten und europäische Interessen durchsetzen soll, wird zur Bühne für politische Demütigung. Der amerikanische Präsident wird zur Karikatur gemacht, während dieselben Politiker von transatlantischer Zusammenarbeit, Sicherheit und gemeinsamen Werten sprechen.

Das ist die neue Realität der EU‑Elite. Politische Gegner werden nicht mehr nur bekämpft, sondern kulturell vorgeführt. Wer nicht in das eigene politische Weltbild passt, wird zum Feindbild.

Und das ist längst nicht mehr nur eine Frage des Geschmacks. Europa braucht die USA – für Sicherheit, Handel und internationale Zusammenarbeit. Wer mit Washington verhandeln will, sollte zumindest verstehen, dass Diplomatie nicht darin besteht, den Gesprächspartner im eigenen Parlament nackt auszustellen.

Die linke Elite in Brüssel kann sich diesen politischen Luxus leisten. Die Bürger können es nicht.

Denn die Kosten dieser Politik landen am Ende nicht bei den Abgeordneten in ihren gut bezahlten Ämtern. Sie landen bei den Steuerzahlern, Arbeitnehmern und Unternehmen. Während sich die politische Elite mit Symbolen, Moral und politischen Inszenierungen beschäftigt, bezahlen die Bürger die Folgen einer Politik, die Europa wirtschaftlich und politisch immer stärker belastet.

Zwischen Zollstreit und Spott: Die EU verspielt diplomatisches Kapital

Der Zollstreit mit Donald Trump hat die Grenzen europäischer Verhandlungsmacht offengelegt. Die EU und die USA sind wirtschaftlich eng verflochten, dennoch hat Brüssel Washington nicht davon abbringen können, für die meisten europäischen Waren einen Zollsatz von 15 Prozent vorzusehen.

Das Abkommen soll den Konflikt zwar begrenzen, es zeigt aber auch, wie stark die europäische Wirtschaft von politischen Entscheidungen in Washington abhängig bleibt.

Umso irritierender wirkt es, wenn das Europäische Parlament zur Bühne einer politischen Provokation wird. Während europäische Unternehmen mit den Folgen höherer Zölle und größerer Unsicherheit umgehen müssen, stellt man in Straßburg einen nackten, vergoldeten Trump aus.

Politische Satire mag ihren Platz haben. Mit Diplomatie hat sie wenig zu tun. Wer mit der amerikanischen Regierung über Handel, Sicherheit und gemeinsame Interessen verhandeln muss, sollte den Gesprächspartner nicht öffentlich zum Objekt einer politischen Demütigung machen. Die Rechnung für solche politischen Gesten wird ohnehin nicht in Brüssel bezahlt, sondern von Unternehmen und Bürgern.

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